Schenkung: Goethe-Ort Brentano-Haus bekommt Möbel und Gemälde zurück
Porzellan, Möbel und Gemälde: Eine Schenkung bringt dem Brentano-Haus ein Stück seiner Geschichte zurück. Das Anwesen im Rheingau hat eine wichtige Rolle in der Rheinromantik gespielt.
Das Brentano-Haus in Oestrich-Winkel am Rhein, zentraler Ort der Rheinromantik und zeitweiliger Aufenthaltsort von Goethe, hat 432 Objekte seines historischen Bestandes zurückbekommen. Zu der Schenkung von Burkhard Michaeli gehören Möbel, Gemälde, Grafiken, Silberobjekte, Meißener Porzellan und Schmuck, wie die Landesbehörde Staatliche Schlösser und Gärten Hessen (SG) mitteilte.
Hessens Kulturminister Timon Gremmels (SPD) erklärte: "Dass diese von Marga von Brentano stammenden Stücke, die in ihrer Familie mit großer Sorgfalt bewahrt wurden, nun an ihren ursprünglichen Ort zurückkehren, schenkt dem Haus ein bedeutendes Stück historischer Authentizität zurück." Mäzen Michaeli zeigte sich laut der Behörde SG "erfreut, dass die Objekte aus dem Nachlass seiner Urgroßmutter an ihren originalen Aufstellungsort zurückkehren".
Mehr als 200 Jahre in Familienbesitz
Das 1751 gebaute, 1806 von der Kaufmannsfamilie Brentano erworbene und im Sommer 1814 auch länger von Goethe besuchte Anwesen in der Weinkulturlandschaft Rheingau blieb in Familienbesitz, bis es 2014 das Land Hessen kaufte. Seitdem saniert es die SG - bislang nach eigenen Angaben mit einem Aufwand von 3,2 Millionen Euro. Regelmäßig gibt es öffentliche Führungen durch das museale Brentano-Haus.
Geschichte des Brentano-Hauses
