"Volkskrankheit Adipositas – Neue Therapien, neue Risiken?": Kilos und immer mehr Kilos: Die Krankheit sitzt im Gehirn
Fettleibige Menschen werden von ihrer Umgebung bisweilen verachtet. Sie essen nach deren Meinung einfach zu viel. Doch die Fettleibigkeit, auch Adipositas genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns. Die Dokumentation "Volkskrankheit Adipositas" bei ARTE klärt auf.
Fettleibige, schwer übergewichtige Menschen werden von anderen mitunter verächtlich gesehen, ja gar verspottet. Doch Fettleibigkeit (Adipositas) ist nicht einfach eine Frage des zu großen Magens und der steten Lust zu essen. Vielmehr ist sie "eine Erkrankung des Gehirns", die inzwischen weltweit mehr als eine Milliarde Menschen betrifft. Die neue ARTE-Dokumentation "Volkskrankheit Adipositas – Neue Therapien, neue Risiken?" zeigt, dass in der Medizin inzwischen eine neue Ära in der Adipositas-Bekämpfung eingeläutet wurde. Eine Hormonstörung, so wurde erkannt, setzt bei fettleibigen Menschen die Signale der Sättigung außer Kraft. Ständiger Heißhunger führt zur Gewichtszunahme, der sich außer mit Bewegung und Medikamenten vor allem mit psychotherapeutischen Mitteln bekämpfen lässt.
Doch auch weniger Fettleibige, dennoch Übergewichtige, sind von Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und psychischen Belastungen bedroht – ein Phänomen, unter dem weltweit bereits zwei Milliarden Menschen leiden. Betroffen sind hier besonders sozial benachteiligte Schichten, die sich von wenig nährstoffhaltigen, oft mit zu viel Zucker versehenen Lebensmitteln ernähren.
Mit neuartigen Medikamenten, die das Sättigungsgefühl regulieren, und Hirnstimulationen werden neue Wege in der Medizin beschritten. Doch wie sehr helfen diese Methoden wirklich? Auch sie kommen nicht ohne eine radikale Umwandlung des Lebensstils der Betroffenen aus.
Volkskrankheit Adipositas – Neue Therapien, neue Risiken? – Sa. 28.02. – ARTE: 21.45 Uhr
