VW, Opel, Peogeot: Diese zehn Auto-Modelle würden Profis niemals kaufen
Ständig auf der Hebebühne, aber nie in der eigenen Garage: In vielen Gebrauchtwagen sehen Mechaniker vor allem eines – ein hohes Risiko. Zehn Autos, von denen Werkstatt-Profis abraten. Autoverkäufer preisen den Lack, Mechaniker sehen die Schwachstellen. Auf den Parkplätzen großer Werkstätten herrscht deshalb eine auffällige Einigkeit: Bestimmte Modelle fehlen dort. Nicht, weil sie zu teuer wären. Sondern, weil ihre Technik als anfällig gilt. Zehn Kandidaten, um die viele Profis einen Bogen machen. Die chemische Zeitbombe: Zahnriemen im Ölbad Die Idee klang nach Fortschritt: ein Zahnriemen, der im Öl läuft. Weniger Reibung, längere Haltbarkeit. In der Praxis berichten Werkstätten jedoch von Problemen. Betroffen sind diese Motoren: 1.2 PureTech-Motoren von Stellantis und Toyota 1.0- und 1.5-EcoBoost-Motoren von Ford Das Problem: Motoröl kann das Material der Riemen angreifen. Es quillt auf, zerfällt und Partikel gelangen in den Ölkreislauf. Im schlimmsten Fall leidet die Schmierung – bis hin zum Motorschaden, wenn der Wechsel zu spät erfolgt. VW: Schwachstellen bei einzelnen Motoren Die Wolfsburger Dauerläufer: Einige Baureihen haben dem guten Ruf tiefe Kratzer zugefügt. Kenner warnen vor bestimmten Motorvarianten. Insbesondere die Biturbo-Dieselmotoren des VW Transporters T5 und T6 stehen wegen der hohen Belastung von Abgasrückführung und Turboladern in der Kritik. Hier sind die Motorcodes CFCA/CXEB wichtig. Bei den frühen 1,2- und 1,4-TSI-Motoren der Baureihe EA 111 kam es häufig zu Problemen mit den Steuerketten. Dehnen sie sich zu stark, kann es zu schweren Motorschäden kommen. Zehn kritische Modelle auf einen Blick Modell (Beispiel) Schwachstelle Profi-Urteil Peugeot 308 1.2 PureTech (Zahnriemen) Chemische Zeitbombe Opel Corsa 1.2 PureTech (Zahnriemen) Wartung extrem kritisch Ford Focus 1.0/1.5 EcoBoost Riemen-Auflösung droht VW T5/T6 2.0 BiTDI (CFCA/CXEB) Hoher Ölverbrauch/Turbo VW Golf VI 1.2/1.4 TSI (EA111) Steuerketten-Längung BMW 3er N47/N20 Motoren Steuerkette/Gleitschienen Mercedes S-Klasse V8-Motor (M278) Zylinderlaufbahn-Verschleiß Land Rover Discovery Konstruktion / Zahnriemen Enormer Arbeitsaufwand Opel Astra M32-Schaltgetriebe Lagerverschleiß ("Dynamos") Nissan Qashqai CVT-Automatik Hitzeanfällig / Totalschaden Premium mit Risiko: BMW und Mercedes Auch die noch teureren Marken haben Motoren mit Problemen. So stehen bei BMW-Modellen der Baujahre 2007–2014 einige Diesel- und Benzinmotoren der Reihen N47 und N20 im Ruf, Probleme mit der Steuerkette zu haben. Reparaturen können teuer werden. Bei Mercedes hat vor allem der V8-Motor M278 ein schlechtes Image, insbesondere die frühen Baujahre bis 2015, da es bei den frühen Versionen zu Verschleiß an den Zylinderlaufbahnen kam. Konstruktionsprobleme: Wenn Reparaturen eskalieren Manchmal liegt das Problem nicht nur in einem Bauteil, sondern im ganzen Aufbau des Autos. Diese Erfahrung machen viele Fahrer der folgenden Modelle: Land Rover Discovery: Ein Zahnriemenwechsel kann extrem aufwendig sein. Laut Handbuch muss dafür teilweise die Karosserie vom Rahmen getrennt werden. Entsprechend hoch sind die Kosten. Opel-Modelle mit M32-Schaltgetriebe: Das Sechsgang-Getriebe wurde in zahlreichen Kompakt- und Mittelklassewagen verbaut und ist für seine verschleißanfälligen Lager bekannt. Die ersten Warnzeichen sind Geräusche in den höheren Gängen. Nissan Qashqai mit stufenloser Automatik (CVT): Die Schaltung gilt als hitzeempfindlich. Im Schadensfall bleibt oft nur der komplette Austausch, was wirtschaftlich grenzwertig sein kann. Nicht nur für diese Modelle gilt: Ein technisches Urteil fällt selten im Verkaufsraum, sondern auf der Hebebühne. Wer sich für eines dieser Autos interessiert, sollte sich zwei Fragen stellen: Wurden bekannte Schwachstellen nachweislich behoben? Und reicht das Budget für eine größere Reparatur? Denn ein günstiger Kaufpreis schützt nicht vor teuren Überraschungen. Manchmal ist er nur ihr Vorbote.