Formel 1: FIA ändert Regeln und beendet damit Mercedes-Trick
Mercedes ruft mit einem besonderen Vorgehen die Konkurrenz auf den Plan. Nun gibt es eine Entscheidung. Der Automobil-Weltverband FIA hat den wochenlangen Streit um das Verdichtungsverhältnis in Formel-1-Motoren mit einer Regeländerung beigelegt. Die vom Motorsport-Weltrat einstimmig beschlossenen Anpassungen betreffen vor allem einen umstrittenen Kniff, den Mercedes bei seinen Motoren angewendet haben soll. Die Konkurrenz wirft Mercedes vor, die Verdichtung im Rennbetrieb auf 18:1 zu erhöhen, während der Hersteller beim statischen FIA-Test unter normalen Außentemperaturen den Grenzwert von 16:1 einhält. Der gefundene Kompromiss sieht vor, dass für die ersten Rennen der Saison 2026 zunächst alles beim Alten bleibt. Neues Reglement erfordert Anpassungen Ab dem 1. Juni wird das Verdichtungsverhältnis dann sowohl im warmen als auch im kalten Zustand kontrolliert. Ab 2027 erfolgt die Messung nur noch unter Betriebsbedingungen bei 130 Grad Celsius. "Die Anpassungen des Technischen Reglements folgen auf die Vorsaison-Tests in Barcelona und Bahrain sowie auf umfangreiches Feedback von Fahrern und Teams", teilte die FIA am Samstag mit. Auch die Powerunit-Hersteller hätten in dieser Sache einstimmig abgestimmt. Die Regeländerung kommt gut eine Woche vor dem ersten Grand Prix des Jahres in Melbourne am 8. März. In der neuen Saison gilt ein völlig neues Reglement, das die Entwicklung neuer Hybrid-Antriebe mit höherem Elektroanteil erforderte. Der klassische Verbrennungsmotor darf künftig nur noch etwa 50 Prozent der Leistung beisteuern, der Rest wird über einen Generator erzeugt.