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Buchhandlungspreis: Bevor Weimer absagte, sagte noch ein Preisträger ab

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Nachdem Kulturstaatsminister Wolfram Weimer drei linke Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossen hatte, sagte er am Dienstag gleich die ganze Preisverleihung ab. Offenbar war der Gegenwind noch heftiger als ohnehin bekannt. Ein weiterer für den Deutschen Buchhandlungspreis nominierter Buchladen hatte seine Teilnahme an der Preisverleihung abgesagt – bevor Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die für kommende Woche im Rahmen der Leipziger Buchmesse geplante Veranstaltung strich. Das teilte ein Sprecher Weimers auf Anfrage von t-online mit. Bereits zuvor war durch einen offenen Brief bekannt geworden, dass einer der über 100 ursprünglich Nominierten drohte, den Preis nicht anzunehmen. Grund für den Eklat ist Weimers Entscheidung, drei linke Buchläden von der Preisverleihung auszuschließen. Begründet wurde dies mit nicht näher bezeichneten "verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen" gegen die Buchhandlungen. Was das konkret für Erkenntnisse sind, weiß Weimers Behörde laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) selbst nicht. Zwar habe die Behörde im sogenannten Haber-Verfahren beim Bundesamt für Verfassungsschutz angefragt, ob Erkenntnisse vorliegen – eine vorgesehene Nachfrage, was konkret im Raum stehe, aber unterlassen. Vorwurf: Über Nominierungen gelogen Alle Preisträger solidarisierten sich daraufhin mit den betroffenen Buchläden aus Bremen , Göttingen und Berlin . Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels forderte von der Bundesregierung , die Gründe des Ausschlusses offenzulegen. Die Autorenvereinigung PEN Deutschland kritisierte Weimer scharf. Die betroffenen Buchläden reichten Klagen ein. Ihre Anwälte warfen Weimers Behörde auch vor, die ausgeschlossenen Buchhandlungen belogen zu haben. In einer E-Mail des Bundesbeauftragten für Kultur sei den Geschäften mitgeteilt worden, sie seien aufgrund des "sehr hohen Niveaus der Bewerbungen" nicht für eine Auszeichnung ausgewählt worden, teilten die Anwälte am Mittwoch in Berlin mit. Tatsächlich waren zumindest zwei davon jedoch von der Jury ausgewählt worden. Am Dienstag zog Weimer daraufhin überraschende Konsequenzen – und sagte die gesamte Preisverleihung ab . Eine angemessene Würdigung der Preisträgerinnen und Preisträger scheine "in einem solchen Kontext kaum noch möglich", teilte Weimers Sprecher mit. Die Bekanntgabe der nach dem Ausschluss der drei Buchhandlungen zu vergebenden Preise werde in anderer Form erfolgen. Der Verlag Hanser lud daraufhin alle ursprünglich Nominierten zur Leipziger Buchmesse ein.



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