Bundesliga: Stuttgart distanziert Leipzig im Kampf um CL-Plätze
Der VfB Stuttgart schlägt RB Leipzig in einem guten Bundesliga-Spiel. Im Mittelpunkt steht Stürmer Deniz Undav. Der VfB Stuttgart hat durch seinen 1:0-Sieg (0:0) gegen RB Leipzig ein Ausrufezeichen im Kampf um die Champions-League-Plätze gesetzt. Deniz Undav brachte die Schwaben nach einem katastrophalen Fehler von Leipzigs Torhüter Martin Vandevoort in Führung (56. Minute). In der 92. Minute hatte Leipzigs Willi Orban die beste Chance zum Ausgleich, doch sein Kopfball ging nur an den Pfosten. Mit seinem 16. Saisontor und dem fünften in Serie ist Undav weiterhin bester deutscher Torjäger in der Bundesliga und sammelte erneut die Argumente für eine Nominierung von Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag. Dieser hatte zuletzt noch die Offensive im DFB-Team als "Baustelle, die wir schließen müssen" bezeichnet. Stuttgart steht damit drei Punkte vor Leipzig auf Rang vier und ist punktgleich mit der TSG Hoffenheim auf Platz drei. So lief das Spiel "Leipzig ist vielleicht frischer, aber wir sind definitiv im Rhythmus", hatte Undav vor der Partie bei DAZN gesagt. Hoeneß war offenbar gleicher Meinung, seine Elf veränderte der Stuttgarter Coach im Vergleich zum 1:2 in der Europa League am Donnerstag gegen Porto nur auf zwei Positionen: Chris Führich und Luca Jaquez begannen statt Nikolas Nartey und Jeff Chabot. Leipzig wirkte in den ersten rund 20 Minuten etwas aktiver wirkte als die Gastgeber. Für die Schwaben war es bereits das 42. Pflichtspiel der Saison, RB musste zwölfmal weniger ran. Viele Mittelfeld-Duelle gab es, wenig Risiko und kaum Torchancen. Trotzdem hätten die Leipziger in Führung gehen müssen, als Christoph Baumgartner in der 33. Minute völlig frei vor VfB-Torwart Alexander Nübel auftauchte, den Ball aber klar übers Tor schoss. Die Stuttgarter Spitzen blieben zunächst weitgehend stumpf. Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie Fahrt auf. Einen Kopfball von Nicolas Seiwald nach einer RB-Ecke lenkte Nübel reaktionsschnell an den Pfosten, auf der anderen Seite probierte es Undav mit einem wuchtigen Schuss. Vandevoordt parierte in dieser Situation stark, patzte kurz darauf aber folgenschwer. Ein schlimmer Fehlpass des Torwarts landete bei Führich, der Undav bediente - der Rest war Formsache für den Nationalstürmer, der den Ball locker in die rechte Ecke schob. Von den im zweiten Durchgang insgesamt blassen Leipzigern kam kaum noch etwas, die Schwaben verteidigten die wenigen RB-Angriffe konsequent und verdienten sich mit viel Einsatz die drei Heim-Punkte. Die einzige gute Chance der Leipziger hatte Orban mit seinem Kopfball in der Nachspielzeit.