Ausgebuht im Gewandhaus: Wolfram Weimers Rede in Leipzig
Seine sonst so ruhige, in zahllosen Talkshows geschulte Stimme – die eines ehemaligen Journalisten und, wie er später betonen wird, einstigen „Verlegers“ – gerät ins Stocken. Sie klingt unsicher, schraubt sich zuweilen in die Höhe, wie bei einem Schüler, der beim Spicken ertappt wird. Hin und wieder entweicht Wolfram Weimer ein verlegenes „Mmh“. Der Kulturstaatsminister steht im Leipziger Gewandhaus auf einer schwierigen Bühne: Nach zwei umjubelten Reden – von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Sebastian Guggolz, dem Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – ist er der Dritte am Rednerpult.
Guggolz hatte seine Branche dafür gelobt, „dass wir autokratischen Gestus nicht klaglos
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