Ölwechsel-Kosten: Worauf Sie bei Ihrem KFZ achten sollten | Auto
Ein Ölwechsel gehört zu den wichtigsten Wartungsarbeiten am Auto. Doch was kostet ein Ölwechsel eigentlich und wann wird er nötig? Motoröl erfüllt mehrere wichtige Aufgaben im Fahrzeug. Es schmiert die beweglichen Teile im Motor, reduziert Reibung und verhindert so vorzeitigen Verschleiß. Gleichzeitig hilft es dabei, Hitze abzuleiten und schützt Metallteile vor Korrosion. Mit der Zeit verliert Motoröl jedoch an Wirkung und sollte daher regelmäßig gewechselt werden. Welche Kosten beim Ölwechsel entstehen Wie teuer ein Ölwechsel ist, hängt stark vom Fahrzeug, der Ölmenge und der Ölsorte ab. Bei einem einfachen Ölwechsel am Auto liegen die Materialkosten für das Motoröl meist zwischen etwa 15 und 75 Euro. Wird zusätzlich ein Ölfilter gewechselt, kommen meist noch einmal etwa fünf bis 20 Euro hinzu. Die Arbeitskosten in der Werkstatt sind vergleichsweise gering. Für den eigentlichen Wechsel berechnen viele Betriebe pauschal etwa zehn bis 15 Euro. Insgesamt entstehen bei einem Ölwechsel mit Filter häufig Kosten zwischen ungefähr 30 und 110 Euro. Beim Motorrad fällt der Ölwechsel meist günstiger aus, weil deutlich weniger Öl benötigt wird. Dadurch können die Gesamtkosten häufig zwischen etwa 15 und 60 Euro liegen. Wer den Ölwechsel selbst durchführt, zahlt nur die Materialkosten. Dazu gehören Motoröl, Ölfilter und gegebenenfalls Werkzeuge oder eine Auffangwanne für das Altöl. Lesen Sie auch: Wie teuer darf ein Stellplatz fürs Auto sein? Das ist spannend: Diese Mittelklasse-Autos bleiben am längsten wertvoll Wovon hängen die Kosten ab? Mehrere Faktoren beeinflussen, wie teuer ein Ölwechsel tatsächlich wird. Ölsorte: Motoröl gibt es in unterschiedlichen Varianten. Mineralische Öle sind meist günstiger und kosten teilweise weniger als vier Euro pro Liter. Hochwertige synthetische Öle können dagegen mehr als 15 Euro pro Liter kosten. Ölmenge: Je nach Motor werden unterschiedliche Mengen benötigt. Die meisten Autos brauchen zwischen drei und sechs Liter Motoröl. Arbeitszeit: Ein einfacher Ölwechsel dauert meist nicht lange. Viele Werkstätten berechnen dafür Pauschalen von etwa zehn bis 15 Euro. Wann ein Ölwechsel notwendig ist Wie oft das Motoröl gewechselt werden muss, hängt vom Fahrzeug und den Herstellervorgaben ab. Die entsprechenden Angaben stehen in der Betriebsanleitung oder im Serviceheft. Viele Hersteller geben feste Wartungsintervalle vor. Einige Fahrzeuge müssen beispielsweise alle 30.000 Kilometer oder einmal pro Jahr zum Ölwechsel. Andere Modelle haben flexible Wartungsintervalle, die sich nach Fahrweise und Nutzung richten. Wer überwiegend im Stadtverkehr unterwegs ist, sollte besonders aufmerksam sein. Häufige Kurzstrecken verhindern, dass der Motor seine optimale Betriebstemperatur erreicht. Dadurch altert das Motoröl schneller und ein früherer Wechsel kann sinnvoll sein. Auch wenn moderne Bordcomputer anzeigen, wann der nächste Ölwechsel fällig ist, sollte nicht gewartet werden, bis eine Warnleuchte aufleuchtet. Das richtige Motoröl wählen Welches Motoröl verwendet werden sollte, legt der Fahrzeughersteller fest. Die entsprechenden Spezifikationen stehen in der Betriebsanleitung. Häufig wird die Viskosität des Öls nach der Klassifikation der Society of Automotive Engineers angegeben. Typische Angaben sind zum Beispiel Werte wie 5W-30. Die Zahl vor dem "W" beschreibt das Fließverhalten bei niedrigen Temperaturen. Je kleiner der Wert, desto besser fließt das Öl bei Kälte und erreicht schneller die wichtigen Schmierstellen im Motor. Die Zahl nach dem "W" steht für die Viskosität bei hohen Temperaturen. Ein höherer Wert bedeutet, dass das Öl auch bei großer Hitze im Motor seine Schmierfähigkeit besser behält. Auch das Getriebeöl muss gelegentlich gewechselt werden Nicht nur der Motor benötigt Schmierstoffe. Auch das Getriebe eines Fahrzeugs arbeitet mit Öl, damit Zahnräder und andere Bauteile reibungslos funktionieren. Ein Wechsel ist hier deutlich seltener nötig. Häufig wird ein Intervall von etwa sechs bis acht Jahren empfohlen. Die Materialkosten für Getriebeöl liegen meist zwischen etwa 15 und 50 Euro, während Werkstätten für die Arbeit etwa zehn bis 30 Euro berechnen. Aufwendiger wird es, wenn zusätzlich eine Getriebespülung durchgeführt wird. Dabei werden Reinigungsflüssigkeit und frisches Öl eingesetzt, um Ablagerungen im System zu entfernen. In diesem Fall können Gesamtkosten von rund 75 bis fast 500 Euro entstehen – besonders bei Automatikgetrieben.