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Collien Fernandes gegen Ulmen: Rätsel um neue Ermittlungen in Deutschland

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Seit Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Christian Ulmen ist in Deutschland eine Debatte um sexualisierte digitale Gewalt entbrannt. Die Ermittlungsbehörden tun sich damit schwer – auch im Fall von Collien Fernandes. Collien Fernandes hat mit den Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen nicht nur eine Welle der Empörung ausgelöst, sondern auch eine Debatte um deutsche Gesetze. Einen Straftatbestand für "virtuelle Vergewaltigung" gibt es nicht, zudem klaffen "Strafbarkeitslücken bei pornografischen Deepfakes und anderen Formen bildbasierter Gewalt", wie es Bundesjustizministerin Stefanie Hubig ausdrückt. Deshalb beabsichtigt die SPD-Politikerin, in Kürze einen Gesetzesentwurf vorzulegen. Derweil ist Collien Fernandes am Dienstag nach Deutschland aufgebrochen, um sich mit Politikerinnen zu treffen, wie sie t-online am Dienstag exklusiv mitteilte. Die Schauspielerin befand sich zuvor noch in Vietnam , drehte dort neue Folgen der ZDF-Fernsehreihe "Das Traumschiff". Doch die Ereignisse in ihrer Heimat überschlagen sich, seitdem sie ihrem Ex vorwirft, über Jahre Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber mit zahlreichen Männern kommuniziert zu haben . Christian Ulmen soll laut Fernandes gefälschte, mithilfe Künstlicher Intelligenz generierte pornografische Aufnahmen von ihr erstellt und verbreitet haben. Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Erst Berlin, dann Itzehoe – und plötzlich Stille Ob dem Schauspieler überhaupt ein Gerichtsverfahren droht, ist derzeit noch vollkommen unklar. Collien Fernandes hat sich zwar bewusst entschieden, in Spanien Anzeige gegen ihren Ex-Mann zu erstatten, weil es dort eine strengere Gesetzeslage im Hinblick auf die Tatvorwürfe gibt, aber die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang. Dies bestätigte das zuständige Gericht auf Anfrage. Wie jetzt bekannt wurde, gab es auch schon in Deutschland Ermittlungen im Fall Fernandes. Zuerst berichtete die ARD-Journalistin Iris Sayram am Montagabend bei X darüber. Demnach sei die Staatsanwaltschaft in Itzehoe in Schleswig-Holstein zuständig gewesen und habe eine entsprechende Anzeige der Geschädigten bearbeitet. Doch die Ermittlungen wurden vorläufig eingestellt, so Sayram. Fernandes gegen Ulmen: Der Tsunami Am Dienstag bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft Itzehoe auf t-online-Anfrage: "Die Übernahme des Verfahrens ist erfolgt, da die angezeigte Handlung möglicherweise innerhalb unseres örtlichen Zuständigkeitsbereiches durch die Anzeigende zur Kenntnis genommen worden ist." Was etwas sperrig klingt, heißt im Klartext: Zunächst hatte Collien Fernandes im November 2024 in Berlin eine Anzeige gegen unbekannt gestellt. Darin ging es um den Vorwurf, dass eine unbekannte Person ein Fake-Profil von Fernandes in sozialen Medien erstellt haben soll. Nach Prüfung der Sachlage habe die Staatsanwaltschaft in Berlin entschieden, das Verfahren nach Itzehoe abzugeben. Offenbar, weil Collien Fernandes in Schleswig-Holstein einen Wohnsitz aufweist und dort auf den Tatvorwurf aufmerksam wurde. Rätselhaft bleibt, warum die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe nicht weiter prüfte und Ermittlungen vorantrieb. Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow teilt t-online mit, dass es die Geschädigte versäumt habe, die "erforderlichen Unterlagen" einzureichen. Man habe noch weitere Informationen von der Anzeigenden angefordert, dem sei sie nicht nachgekommen. "Am 23. Juni 2025 wurden die Ermittlungen eingestellt", so Müller-Rakow. Dem widerspricht nun die Anwältin von Collien Fernandes. Wie aus einer Mitteilung von Dienstag hervorgeht, die t-online vorliegt, sei diese Darstellung der Staatsanwaltschaft in Itzehoe aus Sicht der Anzeigenstellerin nicht korrekt. Als Collien Fernandes Strafanzeige erstattete, habe sie "die ihr zum damaligen Zeitpunkt vorliegenden Unterlagen eingereicht und auf Nachfrage diese auch per E-Mail übersandt", so Rechtsanwältin Christina Clemm. Verschiedene Ermittlungsansätze seien benannt und Kontaktdaten mitgeteilt worden. "Sodann erhielt sie die Mitteilung, dass die Berliner Polizei und damit ihre bisherige Ansprechpartnerin nicht mehr zuständig seien und das Verfahren über die Staatsanwaltschaft Berlin an die zuständige Behörde in Schleswig-Holstein abgegeben werde." Doch danach passierte aus Sicht von Collien Fernandes' Anwältin: nichts. Man habe nie wieder etwas von einer Behörde in Schleswig-Holstein gehört – auch nicht auf "Nachfrage im Februar 2025". Ermittlungen könnten wieder aufgenommen werden Und wer hat jetzt recht? Womöglich liegt des Rätsels Lösung im Detail. Denn die Polizei in Schleswig-Holstein hat im Mai 2025 Post an eine "Adresse der Geschädigten in Schleswig-Holstein" zugestellt, mit der Aufforderung, weitere Beweismittel in der Sache beizutragen. Da dieser Brief aber nie beantwortet wurde, stellte die Staatsanwaltschaft wenige Wochen später das Verfahren ein. Da weder Frau Fernandes noch ihre Anwältin von diesem Brief wissen, liegt die Vermutung nahe, dass dieser nie geöffnet wurde – möglicherweise deshalb, weil Collien Fernandes zu diesem Zeitpunkt ihren Hauptwohnsitz längst nach Mallorca verlegt hatte. Nach der Berichterstattung des Magazins "Spiegel" am 19. März 2026 nimmt die Sache wieder Fahrt auf. Christina Clemm hat mit den Verantwortlichen in Itzehoe Kontakt aufgenommen: "Auf meine sodann gestellten Akteneinsichtsanträge bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe erfolgte bisher keine Reaktion, ebenso wie meine Bitte um Rückmeldung unbeantwortet blieb." Eine offizielle Bestätigung, dass die dortige Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren geführt und eingestellt hat, sei bei ihr als Rechtsbeistand "bis zum heutigen Tag" nicht erfolgt. Wie die dortige Staatsanwaltschaft t-online allerdings mitteilt, sei das Schreiben der Anwältin eingegangen und werde bearbeitet. Ob die Behörde die Ermittlungen wieder aufnimmt? Theoretisch sei das möglich, sagt Staatsanwalt Peter Müller-Rakow. Man beobachte die Berichterstattung sehr genau. Eine Wiederaufnahme des Verfahrens von Amts wegen ziehe man in Betracht – eine Entscheidung in der Sache stehe aber noch aus.



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