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Milliardenverlust: Deutsche Bahn zeigt sich unzufrieden

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Die wirtschaftliche Krise bei der Deutschen Bahn hält an. Der bundeseigene Konzern machte im vergangenen Jahr erneut ein kräftiges Minus. Trotzdem spricht das Unternehmen von einer Trendwende. Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr erneut einen Milliardenverlust verzeichnet. Unter dem Strich stand 2025 ein Minus von 2,3 Milliarden Euro, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. Damit erhöhte sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahr um rund eine halbe Milliarde Euro. Hauptgrund sind Abschreibungen von rund 1,4 Milliarden Euro bei der Tochter DB Fernverkehr. Dort rechnet die Bahn wegen des maroden Schienennetzes und der anhaltend schlechten Pünktlichkeit auf Jahre hinaus mit geringeren Umsätzen. Bahnchefin Evelyn Palla bezeichnete die Abschreibung als Ausdruck eines "neuen Realismus". "Baustellen und Einschränkungen werden uns noch über Jahre begleiten und insbesondere den Fernverkehr mit seinen langen Laufwegen spürbar belasten", erklärte sie. Nach internem Streit : Deutsche Bahn trennt sich von Finanzvorständin DB-Chefin Evelyn Palla : "Wir verabschieden uns von der Entschuldigungskultur" Zugleich verbesserte die Bahn nach eigenen Angaben ihr operatives Ergebnis deutlich. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg demnach um 630 Millionen Euro auf plus 297 Millionen Euro. Der Umsatz legte um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro zu. Palla erklärte zu den hohen Verlusten: "Zufrieden sind wir nicht". Erst wenn die Bahn wieder dauerhaft Jahresüberschüsse erwirtschafte und Investitionen aus eigener Kraft stemmen könne, sei das Ziel erreicht. Dennoch sprach sie von einer Trendwende und einem "wichtigen Schritt nach vorne". Hohe Abschreibungen belasten den Konzern Die hohen Wertminderungen im Fernverkehr hängen nach Angaben des Unternehmens vor allem mit dem schlechten Zustand der Infrastruktur zusammen. Weil sich die Sanierung des Netzes langsamer als erhofft entwickelt, dürften ICE-Züge noch lange unpünktlich unterwegs sein. "Diese Realität müssen wir klar benennen und auch in unseren Zahlen abbilden", sagte Palla. Es werde mindestens zehn Jahre dauern, die Schiene wieder in einen guten Zustand zu bringen. Hinzu kommt der Verkauf der Logistiktochter DB Schenker. Sie galt lange als wichtiger Gewinnbringer im Konzern. Die Erlöse aus dem Verkauf nutzte die Bahn nach eigenen Angaben fast vollständig, um Schulden abzubauen. Der Schuldenstand sank dadurch bis Ende 2025 um 11,9 Milliarden Euro auf rund 20,7 Milliarden Euro. Operativ liefen 2025 fast alle Bereiche besser. Mit Ausnahme der Güterverkehrssparte DB Cargo erzielten nach Bahn-Angaben alle Geschäftsfelder ein positives Betriebsergebnis. Besonders stark schnitt DB Regio ab. Dort stieg der operative Gewinn auf 191 Millionen Euro. Auch das Busgeschäft schrieb erstmals seit acht Jahren wieder schwarze Zahlen. Im Fernverkehr zählte die Bahn 2025 nach eigenen Angaben 1,93 Milliarden Reisende und damit 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz dieses Rekords blieb die Entwicklung aber hinter den Erwartungen zurück. Das operative Ergebnis im Fernverkehr drehte mit 45 Millionen Euro immerhin ins Plus, nachdem 2024 noch ein Verlust von 96 Millionen Euro zu Buche gestanden hatte. Pünktlichkeit bleibt das große Problem Ein zentrales Problem bleibt die Unzuverlässigkeit im Fernverkehr. "Wir sehen seit 2020 einen Abwärtstrend und haben vergangenes Jahr einen Tiefstand erreicht", sagte Palla. Nur 60,1 Prozent der Züge kamen 2025 pünktlich ans Ziel. Im Jahr davor hatte die Quote noch bei 62,5 Prozent gelegen. "Wir müssen diese Talfahrt stoppen", erklärte die Bahnchefin. Die zahlreichen Baustellen im Netz bremsen den Betrieb weiter aus. Palla kündigte für 2026 deshalb ein "Super-Baujahr" an. Bund und Bahn wollten dann mehr als 23 Milliarden Euro in die Infrastruktur investieren. Bis 2036 soll das Schienennetz auch mit Mitteln aus dem 500 Milliarden Euro schweren Infrastruktur-Sondertopf des Bundes modernisiert werden. Zusätzlich will der Konzern nach eigenen Angaben 140 Millionen Euro in drei Sofortprogramme investieren. Damit sollen Sauberkeit, Sicherheit und Komfort in den ICE-Zügen verbessert werden. Für 2026 rechnet die Bahn mit einem Umsatz von rund 28 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis von etwa 600 Millionen Euro. Ob daraus tatsächlich die von Palla beschriebene Trendwende wird, dürfte für Fahrgäste vor allem an einem Punkt messbar sein: daran, ob die Züge wieder verlässlicher fahren.



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