Susen Tiedtke verlor ihren Sohn nach nur 17 Jahren. Nun erinnert sich die einstige Profisportlerin an den schweren Tag zurück. Die frühere Weitspringerin Susen Tiedtke hat sich erstmals über den plötzlichen Tod ihres Sohnes Max geäußert. Ein Freund des damals 17-Jährigen habe sich bei Tiedtke gemeldet und gefragt, warum Max nicht an sein Telefon geht. Sie ging in sein Zimmer, sah ihn liegend im Bett. "Und dann bin ich zu ihm ran und dann war er schon steif und blau", erinnerte sich Tiedtke im RTL-Interview an die Tragödie von vor knapp einem Jahr zurück. "Das reißt plötzlich das gesamte Leben aus einem heraus. Das ist ja das eigene Fleisch und Blut und dann ist er tot", so Tiedtke. Der Tod ihres Sohnes kam dabei völlig überraschend. Später wurde festgestellt, dass Max an einer nicht entdeckten Entzündung am Herzen litt. "Er hatte überhaupt keine Symptome. Trotzdem denke ich mir, ich hätte es erkennen müssen", erklärte Tiedtke im bunte-Interview. Max war das jüngere Kind von ihr und Ex-Tennisspieler Hendrik Dreekmann. Die beiden waren von 2005 bis 2008 verheiratet. Deren Tochter ist 20 Jahre alt. Die frühere Olympia-Athletin fiel danach in ein tiefes Loch, wie sie RTL berichtete. "Warum soll ich noch leben, wenn mein Sohn tot ist?", fragte sich die heutige Heilpraktikerin. Der Verlust lähmte sie. "Ich lag praktisch über einen Monat nur irgendwie so halb im Koma auf dem Sofa und wusste nicht, wo vorne und hinten ist." "Trotzdem vermisse ich ihn unendlich" Ein Gedanke half Tiedtke: der Glaube an das Paradies. "Es gibt einem so ein bisschen Trost, wenn man weiß, er ist nicht komplett weg", erklärte die frühere Leichtathletin, die bei zwei Weltmeisterschaften Silber und Bronze gewann. Unter Tränen erzählte sie, die Verbindung zu ihrem Sohn zu suchen. "Ich glaube fest daran, dass der Körper nur die Hülle ist, in der die Seele für eine Weile lebt", erklärte sie bei bunte und ergänzte: "Ich spüre, dass es Max gut geht. Trotzdem vermisse ich ihn unendlich." Nun will Tiedtke nach vorn schauen: "Ich habe jetzt ein Jahr lang nicht gearbeitet und von meinem Ersparten gelebt. Man muss jetzt wieder seinen neuen Weg finden." Hinweis: Falls Sie viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.