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Medienfernleihe für Gefangene: Bildung per Post in die JVA - Bücher und CDs für Gefangene

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Gefangene sollen die Zeit hinter Gittern auch für Bildung nutzen können. Ein Verein bringt Bücher, DVDs und CDs bundesweit per Fernleihe in die Zellen: Sportlektüre, Mathebücher, Romane und mehr.

Die Zeit hinter Gittern sinnvoll nutzen und Perspektiven für das spätere Leben draußen finden: Der Kunst- und Literaturverein für Gefangene (KLVG) organisiert Fernleihen von Büchern und anderen Medien wie DVDs oder CDs, die per Post hinter Anstaltsmauern gelangen. Straffällige aus ganz Deutschland können Titel aus einer langen Angebotsliste auswählen. 

Der Verein bedient eine bundesweite Nachfrage. "Das Angebot der Buch- und Medienfernleihe gilt für Gefangene in den Justizvollzugsanstalten sowie Patienten im Maßregelvollzug in der gesamten Bundesrepublik Deutschland", schildert Co-Vereinsvorsitzender Bernd Neumicke. Interesse für Bildung und Wissen, Ausbildung, Fort- und Weiterbildung soll gefördert oder neu geweckt werden. Der KLVG ist überzeugt: Bildung helfe auch, Rückfälle zu reduzieren. 

Rund 30.000 Medien habe man seit Gründung des gemeinnützigen Vereins in Dortmund verliehen, in Justizvollzugsanstalten oder forensische Kliniken verschickt, berichtet Neumicke. Sach- und Fachliteratur, Ratgeber, Belletristik, Filme. Zu haben sind etwa Schulbücher für Englisch, Mathe oder Deutsch, Lyrik und Literaturwissenschaft, Krimis, Nachschlagewerke zu Rechtsfragen, Gesundheit, Medizin, Sprachkurse und vieles mehr. 

Renner seien Titel aus dem Bereich Sport und Kraftsport. Außerdem, kein Scherz: Die DVD "Prison Break", ein US-Thriller über einen Ausbruch aus einem berüchtigten Staatsgefängnis. Und der Abenteueroman "Der Graf von Monte Christo" rund um eine Flucht nach jahrelangem Kerker-Dasein.

Verein finanziert sich über Geld- und Medienspenden

Regelmäßig gibt es auch Büchermärkte, der Erlös aus dem Kauf gespendeter Titel fließt in den Vereinstopf. Tendenziell habe die Bereitschaft, Bücher und andere Medien zu spenden, leider nachgelassen. "Grund dafür ist wahrscheinlich unter anderem unsere Vorgabe, möglichst Medien zu spenden, die nicht älter als zehn Jahre sind. Damit wollen wir die Aktualität unserer Angebote verbessern", sagt Neumicke. Neben Geld- und Medienspenden finanziert sich der Verein über Mitgliedsbeiträge. 

Gibt es Wünsche außerhalb der KLVG-Kataloge, werden diese - soweit es die Finanzlage zulässt - in der Regel trotzdem erfüllt. "Wir bestellen diese Medien dann gebraucht." Rund 120 Personen nutzen den Service im Schnitt pro Jahr - etwa 2.800 Kundinnen und Kunden waren es bisher insgesamt über die Jahre.

Ein wohl bundesweit einmaliges Angebot

Gefangene haben keinen Anspruch auf freien Internetzugang in ihrer Zelle, zunehmend wird aber eine oft streng regulierte oder eingeschränkte Nutzung zugelassen, die Regelungen variieren je nach Bundesland. Meistens gebe es Gefängnisbüchereien, die unterschiedlich ausgestattet seien, so Neumicke. Der KLVG sei im Vergleich dazu "quantitativ und qualitativ sehr gut aufgestellt". 

Es gebe keine vergleichbare Einrichtung in Deutschland, die ausschließlich Inhaftierten und Patienten offenstehe, meint der Vereinsvorsitzende. Stehe einem Gefangenen weder Internetzugang noch eine Anstaltbibliothek zur Verfügung, sei die KLVG-Ausleihe vor allem in geschlossenen Abteilungen mitunter die einzige Möglichkeit, sich zu informieren und zu bilden.




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