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Altersvorsorgedepot 2027: So viel mehr Rente ist möglich

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Staatliche Zulagen und Steuervorteile: Das neue Altersvorsorgedepot bringt vielen mehr Rente. Aber nicht jeder profitiert gleich stark. Die private Altersvorsorge in Deutschland steht vor einem Neustart. Mit einem Altersvorsorgedepot will die Bundesregierung Fonds- und ETF-Sparpläne mit Zulagen und Steuererleichterungen fördern. Es soll die wenig erfolgreiche Riester-Rente ersetzen , die wegen hoher Kosten, geringer Flexibilität und schlechter Wertentwicklung in die Kritik geraten war. Der Bundestag hat das entsprechende Gesetz Ende März beschlossen . Stimmt auch der Bundesrat zu, können Sparer diese neue Art der Altersvorsorge ab Januar 2027 nutzen. Rentenreform beschlossen: Das ändert sich jetzt Verbraucherschützer im Interview: "Das schmälert die spätere Rente erheblich" Doch wie sinnvoll ist das geförderte Depot für wen oder wer sollte lieber weiter auf einen privaten ETF-Sparplan setzen? Beispielrechnungen der Geldanlageplattform Growney, die t-online exklusiv vorliegen, zeigen: Vor allem Menschen bis 40 Jahre und Familien könnten stark profitieren. Doch das Modell hat auch Schwächen. Mehr als 2.700 Euro Rente pro Monat Ein 20-Jähriger , der monatlich 100 Euro investiert, kann demnach im Alter mit einer monatlichen Auszahlung über 2.700 Euro (nach Steuern) rechnen. Dabei wurde eine Rendite von 6,5 Prozent pro Jahr (nach Kosten) sowie eine Auszahlungsdauer bis zum Alter von 85 Jahren angenommen. Ein Sparplan ohne Förderung und Zulagen brächte dagegen rund 620 Euro weniger im Monat. 30-jährige Alleinerziehende mit einem Kind und 75 Euro Sparplan im Monat kommen bei der Auszahlung auf 1.250 Euro (monatlich vom 67. bis 85. Lebensjahr, nach Steuern) – ein Vorteil von mehr als 360 Euro im Monat. Hat ein Paar (beide 40 Jahre alt) zwei Kinder und jeweils einen Sparplan von 200 Euro im Monat, so ergibt sich mit dem Altersvorsorgedepot im Rentenalter eine monatliche Zahlung von rund 1.350 Euro pro Person. Immerhin knapp 200 Euro mehr als ohne die Zulagen und Steuervorteile. Für 50-Jährige ohne Kinder ergibt sich allerdings nur ein Vorteil von 6 Euro im Monat (ebenfalls bei 200 Euro monatlichem Sparplan). Dass sich das Altersvorsorgedepot besonders stark für Jüngere lohnt, liegt an der längeren Laufzeit. Je früher man startet, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt in der Ansparphase. Außerdem fließen schlicht mehr staatliche Zulagen. Ab einem monatlichen Einkommen von etwa 6.000 Euro brutto ergeben sich zusätzlich zu den Zulagen Steuervorteile, die zu einer höheren Steuererstattung führen. Grundlage sind die Steuerregeln von 2026. Für Menschen ab 40 Jahren werden die Vorteile des Altersvorsorgedepots gegenüber einem normalen ETF-Sparplan hingegen deutlich gemindert. Das liegt daran, dass die Auszahlungen bei der geförderten Altersvorsorge nachgelagert besteuert werden und dabei der Einkommensteuer unterliegen. Bei einem normalen ETF-Sparplan werden bereits in der Ansparphase Steuern fällig , die dann in der Auszahlungsphase angerechnet werden. Zudem greift nur die oft günstigere Abgeltungsteuer, und Aktien-ETFs sind zu 30 Prozent komplett steuerfrei (sogenannte Teilfreistellung). Altersvorsorgedepot hat höhere Kosten Einberechnet hat Growney auch, dass durch das Altersvorsorgedepot leicht höhere Kosten entstehen können. Als Mehrkosten wurden 0,2 Prozentpunkte veranschlagt. Maximal können Anbieter 1 Prozent pro Jahr für ein sogenanntes Standarddepot verlangen. Dieses ist für Sparer gedacht, die sich nicht zutrauen, selbst auszuwählen, welchen ETF oder Fonds sie besparen wollen. Ob die Anbieter den Kostendeckel wirklich ausreizen, bleibt abzuwarten. "Die neuen Möglichkeiten sind ein wichtiger Baustein für die kapitalgedeckte Vorsorge. Wir sehen die Chance, dass Millionen Menschen davon profitieren", sagt Growney-Geschäftsführer Thimm Blickensdorf. Wann der Effekt sogar noch größer ausfällt Noch größer wird der Vorteil, wenn Anleger ihren Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr bereits ausgeschöpft haben. Dann wirkt das steuerbegünstigte Depot besonders stark: 20-Jährige mit 100-Euro-Sparplan haben dann knapp 840 Euro monatlich mehr. Bei 30-Jährigen mit einem Kind und 75-Euro-Sparplan steigt der Vorteil auf rund 460 Euro monatlich. Ein Paar (40 Jahre, 200-Euro-Sparplan pro Person) mit 2 Kindern hat dann immerhin jeweils 260 Euro monatlichen Vorteil durch das Altersvorsorgedepot. Für 50-Jährige mit 200-Euro-Sparplan macht der positive Effekt dann immerhin 36 Euro jeden Monat aus. Für Kirchensteuerpflichtige ist der Unterschied sogar noch etwas größer. Geringer ist der Effekt, wenn Anleger sich für eine defensivere Anlagestrategie entscheiden – also nicht für 100 Prozent Aktien-ETFs, wie in den Berechnungen oben angenommen. Die geringere Rendite führt zu einem schwächeren Zinseszinseffekt. Das ist etwa bei dem vorgesehenen Standarddepot der Fall, das vorsieht, einen Anteil in sogenannte Renten-ETFs zu investieren. Die Auszahlung im Rentenalter muss dennoch voll versteuert werden. Diese Zulagen gibt es beim Altersvorsorgedepot Wer in ein Altersvorsorgedepot einzahlt, erhält künftig: 50 Prozent Zuschuss auf die ersten 25 Euro monatlich 25 Prozent Zuschuss auf weitere Einzahlungen bis 150 Euro 100 Prozent Zuschuss für Kinder (bis zu 300 Euro pro Jahr) 200 Euro Bonus für alle unter 25 Jahren Wenig Flexibilität als größter Nachteil So attraktiv die Förderung klingt, das Modell hat einen entscheidenden Haken: Es bietet nur wenig Flexibilität. Auszahlungen sind grundsätzlich erst ab dem 65. Lebensjahr ohne Nachteile möglich. Wer früher auf das angesparte Geld zugreifen möchte, muss sämtliche erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Auch bei den Einzahlungen gibt es klare Grenzen. Die staatliche Förderung greift nur bis zu einem monatlichen Beitrag von 150 Euro. Zudem ist die jährliche Einzahlung auf maximal 6.840 Euro begrenzt. Das kann vor allem für Menschen zum Problem werden, die größere Einmalbeträge – etwa aus einer Erbschaft oder einem Bonus – für die Altersvorsorge nutzen möchten.



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