Borussia Mönchengladbach: Bundesliga-Trainer gerät unter Druck
Der Aufritt von Borussia Mönchengladbach gegen den Tabellenletzten Heidenheim wirft viele Fragen auf. Die betreffen auch Trainer Eugen Polanski. Bleibt er über den Sommer hinaus im Amt? Borussia Mönchengladbach hat am Wochenende im Abstiegskampf einen Befreiungsschlag verpasst. Gegen Schlusslicht Heidenheim kam der Tabellen-13. zu Hause nicht über ein 2:2 hinaus und bleibt damit weiter unter Druck. Sechs Spiele vor Saisonende beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur fünf Punkte. Diesen Rang belegt aktuell der FC St. Pauli . Auch Trainer Eugen Polanski , erst im November vom Interims- zum Cheftrainer befördert, gerät zunehmend in die Kritik. Nach dem Spiel gab es Pfiffe von den Anhängern im Borussia-Park. Sportliche Talfahrt: Traditionsklub trennt sich von Trainer und Manager Kommentar zu horrenden WM-Ticketpreisen: Fifa tritt Fußball-Fans mit Füßen In den sozialen Medien wird Polanski bereits von vielen Fans deutlich hinterfragt. Und auch klubintern steht er offenbar unter Beobachtung. Nach Informationen der "Bild" ist selbst bei Klassenerhalt nicht mehr sicher, dass Polanski seinen Vertrag bis 2028 erfüllen darf. Was dem Ex-Profi dem Bericht zufolge vorgeworfen wird: Seit Wochen fehlt es an spielerischer Entwicklung. Polanski kommt auf einen Punkteschnitt von 1,16, seit er die Mannschaft nach dem dritten Spieltag auf Rang 16 übernommen hat. Damit liegt er auf einem ähnlichen Niveau wie sein Vorgänger Gerardo Seoane . Polanskis Personalentscheidungen in der Kritik Intern stöße zudem seine vorsichtige Ausrichtung auf Kritik. Gegen Heidenheim lief Gladbach mit Fünferkette und zwei defensiven Mittelfeldspielern auf – ein Ansatz, der nicht zu den Ansprüchen des Klubs von mutigem Offensivfußball passt. Hinzu kommen umstrittene Personalentscheidungen. All das führt dazu, dass die Verantwortlichen im Sommer eine gründliche Analyse der Saison planen. Dabei wird auch die Arbeit von Polanski genau bewertet werden. Sportchef Rouven Schröder sagte nach Heidenheim-Spiel: "Wir sind alle enttäuscht, unser Anspruch ist definitiv so ein Spiel zu gewinnen." Er mahnte mir Blick auf den Abstiegskampf: "Wir müssen bis zum Schluss die Antennen draußen haben. Es muss keiner glauben, dass es ein Selbstläufer ist." Gleichzeitig warnt Schröder vor zu viel Pessimismus: "Jetzt alles umzustoßen, komplett ins Negative zu kommen, ist der größte Fehler." Am kommenden Samstag (15.30 Uhr im t-online-Liveticker) gastiert die Borussia beim Tabellendritten RB Leipzig .