Im Iran kommt es nach Luftangriffen zu Explosionen und Flammen. Israel stößt eine Drohung aus. Alle Entwicklungen im Newsblog. Montag, 6. April Iran bringt Israels Flugabwehr an ihre Grenzen Iran feuert regelmäßig Raketen mit Streumunition auf Israel . Darum sind die Geschosse so schwer abzufangen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Explosionen und Flammen an iranischen Energieanlagen Der Iran hat einen neuen Angriff auf die Gasindustrie am Persischen Golf gemeldet. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete von mehreren Explosionen nahe einer Raffinerie in der Küstenstadt Asalujeh in der Provinz Buschehr. Diese gilt als Herz der iranischen Gasindustrie. Bereits Mitte März war sie Ziel israelisch-amerikanischer Luftangriffe. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz teilte mit, die israelische Armee habe in Asalujeh "mit großer Intensität die größte petrochemische Anlage im Iran" angegriffen. Dies sei geschehen, nachdem bereits in der vergangenen Woche die zweite zentrale Anlage angegriffen worden sei. "Nun sind beide Anlagen, die zusammen für rund 85 Prozent der petrochemischen Exporte des Iran verantwortlich sind, außer Betrieb gesetzt und funktionieren nicht mehr", hieß es weiter in der Mitteilung. Es handele sich um einen schweren wirtschaftlichen Schlag für den iranischen Machtapparat. Darüber hinaus hat der Iran weitere Bombardierungen im Landeszentrum gemeldet. Ziel sei ein petrochemischer Komplex in der Stadt Marwdascht rund 45 Kilometer nordöstlich der Metropole Schiras gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Ein Feuer sei ausgebrochen, aber bereits unter Kontrolle, hieß es. Neue Angriffe auf Golfstaaten Fünf Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter. In Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde nach einem Angriff auf eine Industrieanlage eine Person durch Trümmerteile eines abgeschossenen Geschosses verletzt, wie das zuständige Medienbüro am Morgen auf X mitteilte. In der Küstenstadt Fudschairah wurde nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM ein Gebäude eines Telekommunikationsunternehmens mit einer iranischen Drohne angegriffen. Es gebe keine Verletzten. Auch Saudi-Arabien meldete Angriffe. Das Verteidigungsministerium teilte am Morgen auf X mit, zwei Drohnen seien abgefangen worden. Der Ort wurde nicht genannt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Athen schoss eine griechische Patriot-Batterie eine Drohne in der saudischen Hafenstadt Janbu am Roten Meer ab. Die Entsendung der griechischen Patriot-Batterie nach Janbu geht auf eine bilaterale Vereinbarung zwischen Griechenland und Saudi-Arabien aus dem Jahr 2021 zurück. Israel droht: Werden Irans Infrastruktur "zerschlagen" Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat mit der Zerstörung der Infrastruktur des Irans gedroht, sollten Raketenangriffe auf israelische Zivilisten weitergehen. "Wir haben die Stahl-Infrastruktur und die petrochemische Industrie schwer getroffen – und heute und an jedem weiteren Tag wird es weitergehen", sagte Katz nach Angaben seines Büros. Man werde "die iranische nationale Infrastruktur weiter zerschlagen und das Terrorregime zermürben und zum Einsturz bringen – ebenso wie seine Fähigkeit, Terror voranzutreiben und auf den Staat Israel zu schießen", sagte der Verteidigungsminister nach neuen Raketenangriffen des Irans auf israelische Städte, darunter die Küstenmetropole Tel Aviv . Die "Jerusalem Post" berichtete, Israel und die Vereinigten Staaten hätten eine umfassende Liste strategischer Ziele ausgearbeitet, die im Iran angegriffen werden sollten, falls die Islamische Republik die Anforderungen des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump nicht erfülle. Zwei weitere Tote nach Raketenangriff in Haifa geborgen Israelische Rettungskräfte haben nach Militärangaben zwei weitere Leichen aus einem Haus in der Hafenstadt Haifa geborgen, das bei einem iranischen Raketenangriff am Sonntag weitgehend zerstört worden war. Insgesamt wurden damit vier Personen, die unter den Trümmern verschüttet waren, tot aufgefunden. Dutzende Reservisten seien die ganze Nacht lang vor Ort im Einsatz gewesen, teilte die israelische Armee mit. Sie hätten verschiedene technologische Hilfsmittel eingesetzt, um die Eingeschlossenen so schnell wie möglich zu finden. Bei den Opfern handelte es sich nach Medienberichten um ein älteres Paar, etwa 80 Jahre alt, sowie um den rund 40 Jahre alten Sohn und dessen 35-jährige Partnerin. Die schwierigen Bergungsarbeiten dauerten etwa 18 Stunden. Bei dem Angriff war den Berichten zufolge auch ein 82-Jähriger schwer verletzt worden. Er sei operiert worden, derzeit sediert und werde künstlich beatmet. Zwei weitere Frauen und ein zehn Monate altes Baby hätten ebenfalls Verletzungen erlitten. Das Gebäude wurde bei dem Angriff am Sonntag massiv beschädigt, obwohl der Sprengkopf der Rakete, der Hunderte Kilogramm Sprengstoff enthielt, nach Angaben des israelischen Kan-Senders beim Einschlagen nicht detonierte. Die Raketenabwehr habe vergeblich versucht, das Geschoss abzufangen, berichtete der Sender unter Berufung auf Militärkreise. Iran meldet Tötung des Geheimdienstchefs der Revolutionsgarden Der Leiter des Geheimdienstes der sogenannten Islamischen Revolutionsgarden, Madschid Chademi, soll bei einem US-israelischen Luftangriff getötet worden sein. Das meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Aus der Meldung geht nicht hervor, wo genau Chademi getötet wurde. Allerdings bombardierte die israelische Luftwaffe in der Nacht zu Montag mehrere Wohnviertel in der iranischen Hauptstadt Teheran. Medien: USA und Iran verhandeln über 45-tägige Waffenruhe Die USA , der Iran und regionale Vermittler verhandeln derzeit einem Medienbericht zufolge über die Bedingungen für eine mögliche 45-tägige Waffenruhe. Diese könnte zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen, berichtete das Nachrichtenportal Axios am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf vier US-amerikanische, israelische und regionale Insider, die mit den entsprechenden Gesprächen vertraut sind. Diskutiert werde ein Abkommen in zwei Phasen. Zunächst solle die 45-tägige Waffenruhe in Kraft treten, um über ein endgültiges Ende der Kämpfe zu verhandeln. In der zweiten Phase solle dann ein entsprechendes Abkommen geschlossen werden, heißt es in dem Bericht. Die Waffenruhe könne bei Bedarf verlängert werden. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen. Das Weiße Haus und das US-Außenministerium reagierten nicht sofort auf Anfragen nach einer Stellungnahme. Ölpreis steigt auf mehr als 110 Dollar Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges ist der Ölpreis am Montag weiter angestiegen. Zum Wochenauftakt legte der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte WTI um 1,86 Prozent auf 113,62 Dollar (98,71 Euro) zu. Die Nordseesorte Brent stieg um knapp 1,16 Prozent auf 110,30 Dollar. Sonntag, 5. April Trumps Wutanfall geht weiter: "Sonst jage ich alles in die Luft" Donald Trump hat nach seinem Post vom Mittag, in dem er den Iran wüst als "irre Bastarde" beleidigt hatte, nachgelegt – und erneut gedroht. In einem Gespräch mit dem Axios-Reporter Barak Ravid sagte Trump zwar, die Chancen auf eine Verhandlungslösung seien gut, warnte aber: "Wenn sie keinen Deal machen, dann jage ich alles da drüber in die Luft." In einem Post bei Truth Social nannte er außerdem eine neue Deadline für seine Forderung, die Straße von Hormus zu öffnen – nämlich Dienstagabend um 20 Uhr in Washington . Zuvor hatte Trump die Frist noch bis Montag gesetzt. Mehr zu Trumps Drohungen und der iranischen Reaktion lesen Sie hier. "Ihr irren Bastarde": Trump wütet über Iran Donald Trump hat dem Iran gedroht und dabei das Land wüst beleidigt. Der US-Präsident schrieb bei Truth Social: "Am Dienstag wird Kraftwerk- und Brückentag im Iran sein. Es wird so etwas noch nie gegeben haben!!! Öffnet die scheiß Straße (von Hormus, Anmerkung d. Red.), ihr irren Bastarde, oder ihr werden in der Hölle leben – wartet nur! Preiset Allah." Bereits am Samstag hatte Trump einen Post mit den Worten "Gepriesen sei Gott" beendet. Trump hatte zuvor gedroht, falls der Iran die Meerenge nicht vollständig und "ohne Drohungen" für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen. Sein Ultimatum dafür verschob er vergangene Woche noch einmal. Bis zum 6. April (US-Ortszeit; die Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte der US-Präsident unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche an. In den vergangenen Tagen gab es aber weiterhin heftige Angriffe beider Seiten. Der Schiffsverkehr durch die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus liegt weiterhin weitgehend still. Ältere Nachrichten zum Krieg im Nahen Osten lesen Sie hier .