Insolvenz: Sahnehersteller Qimiq zahlungsunfähig – Sanierung angestrebt
Die Salzburger Firma Qimiq ist unter Gastronomen bekannt für ihre schnittfeste Sahnebasis. Hohe Milchpreise haben das Unternehmen nun in Schieflage gebracht. Nach 25 Jahren am Markt hat die Salzburger Qimiq Handels GmbH Insolvenz angemeldet. Das berichten verschiedene österreichische Medien unter Berufung auf das Landesgericht Salzburg, wo die Firma ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet hat. Nach österreichischem Recht muss Qimiq nun 20 Prozent seiner Schulden in den kommenden zwei Jahren abzahlen, dann kann das Unternehmen fortgeführt werden. Dem Portal oe24.at zufolge hat Qimiq rund 8,66 Millionen Euro Schulden bei 159 Gläubigern. Das Unternehmen vertreibt Produkte auf Sahnebasis zum Kochen und Backen sowie eine vegane Alternative. Die Produkte von Qimiq finden vor allem in der Lebemsmittelindustrie und in der Gastronomie Verwendung. Ursache der Insolvenz sind offenbar deutlich gestiegene Milchpreise zwischen Juli und Dezember 2025. Insolvenz: Qimiq glaubt an Rettung des Geschäfts Hinzu kamen laut oe24.at verspätete Zahlungseingänge internationaler Großkunden, die zu Engpässen bei der Liquidität der Firma führten. Verschärft worden sei die Lage Anfang 2026 durch einen Auslieferstopp der SalzburgMilch GmbH. Dadurch erhielt Qimiq bestimmte Waren nicht mehr, Umsätze blieben aus. Intensive Verhandlungen mit SalzburgMilch – auch im Hinblick auf eine Beteiligung – "scheiterten im März 2026 endgültig", zitiert oe24.at die Geschäftsführung von Qimiq. Die Firma ist aber zuversichtlich, ihr Geschäft retten zu können. Der Milchpreis sei inzwischen gesunken und es seien bereits Maßnahmen zur Kostensenkung getroffen worden. Auch die Auslieferung sei wieder angelaufen. "Bestellungen werden getätigt und zeichnen sich weiterhin ab", hieß es aus der Leitung von Qimiq.