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Iran-Krieg: Ölpreise brechen nach der Waffenruhe-Ankündigung ein

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Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist faktisch blockiert. Das ließ die Ölpreise stark ansteigen. Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer. Nach der Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg haben die zuletzt stark gestiegenen Ölpreise deutlich nachgegeben. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sackte rasant um rund 16 Prozent auf circa 92 US-Dollar (rund 79 Euro) – der niedrigste Wert seit Mitte März. Bei der für den US-Markt wichtigeren Sorte WTI fiel der Preisrückgang mit der Auslieferung im Mai ähnlich aus. Die Ölpreise sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt. Iran: Hormus-Straße soll zwei Wochen lang geöffnet werden Der Iran und die USA hatten sich kurz vor Ende eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump auf die Waffenruhe geeinigt. Trump hatte mit heftigen Angriffen auf den Energiesektor des Iran gedroht, sollte es nicht bis Mittwoch um 2 Uhr deutscher Zeit zu einer Einigung und der Öffnung der Straße von Hormus kommen. Kurz vor Ablauf der Frist verkündeten beide Seiten die Einigung auf die Feuerpause. Die Meerenge ist für den globalen Öl- und Gashandel von enormer Bedeutung. Wegen des Krieges war die Straße von Hormus vom Iran faktisch blockiert worden. Das ließ die Ölpreise dramatisch steigen. Dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi zufolge soll nun zwei Wochen lang die sichere Durchfahrt durch die Meerenge gewährleistet werden. Waffenruhe im Iran treibt Börsen in Ostasien an Auch die Börsenkurse in Ostasien stiegen kräftig. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte am Mittwochmorgen (Ortszeit) um 4,4 Prozent zu. Der südkoreanische Kospi rangierte zeitweise rund 6 Prozent im Plus. Die Börse in Südkorea hat aufgrund der starken Kursbewegung gar vorübergehend den Handel ausgesetzt, um die extreme Volatilität zu dämpfen. Der australische S&P/ASX 200 startete den Handelstag mit einem Plus von über 2,6 Prozent ebenfalls positiv. Die ostasiatischen Volkswirtschaften sind stark von Öllieferungen über die Straße von Hormus abhängig. Die Leitindizes der japanischen und südkoreanischen Börsen hatten wegen des Iran-Kriegs teilweise kräftig nachgegeben. Aktuell liegen sie fünf oder sieben Prozent unter dem Niveau von Ende Februar, also vor dem Beginn des Iran-Kriegs.



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