Umfrage: Kernwählerschaft der SPD auf Rekordtief
Die SPD liegt nicht nur in Umfragen zur Bundestagswahl hinten. Offenbar verliert sie auch ihre wichtigsten Unterstützer. In einer Potenzialanalyse des Umfrageinstituts Insa muss die SPD erheblich Federn lassen. Die Sozialdemokraten, die bei Umfragen zur Bundestagswahl zwischen 13 und 14 Prozent liegen, haben demnach ein Problem mit ihren treuesten Wählern. Denn von diesen Wählern sind der Analyse zufolge nur acht Prozent wirklich von der Regierungspartei überzeugt, berichtet die "Bild"-Zeitung. Das sei ein historisches Tief. Nur 2019 war der Wert ähnlich gewesen. Reformvorhaben der Koalition: Warum es einfach nicht vorwärts geht AfD bei 21 Prozent Die anderen Parteien sehen in der Umfrage besser aus. Die Union kommt auf 17 Prozent echte Unterstützer, die AfD sogar auf 21 Prozent. Den Grünen ergeht es wie der SPD, nur acht Prozent sind demnach wirklich von der Partei überzeugt. Die Linke liegt mit knapp sieben Prozent darunter, bei FDP und BSW sind es zwei Prozent. Bei der jüngsten Sonntagsfrage der vergangenen Woche kommt die Union auf 25 Prozent, die AfD auf 26 Prozent. Die SPD ist mit 16 Prozent weiter abgeschlagen, die Grünen sind stabil bei 12 Prozent, die Linke bei 10 Prozent. Sowohl FDP als auch BSW liegen unter der Fünfprozenthürde. Die SPD will bei den Wählern mit Reformprojekten punkten. Sie fordert Steuerentlastungen und Änderungen beim Gesundheitssystem . Allerdings braucht sie die Union für die Umsetzung – und das dürfte schwierig werden. Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil hat zuletzt einer Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung von Entlastungen im Zuge des geplanten Reformpakets eine Absage erteilt. "Zur Mehrwertsteuer kann ich heute nur sagen: Mein Weg ist es nicht", sagte Klingbeil vergangene Woche in Berlin nach Beratungen mit den SPD-Ministerpräsidenten, der Fraktionsführung und Kommunalpolitikern.