Mercedes SUV EQA: Das Elektroauto weicht dem E-Auto GLA EQ
Eigentlich ist der EQA ein Erfolgstyp. Doch Mercedes nimmt ihn im Juni aus dem Programm. Stuttgart opfert den Verkaufsschlager für eine neue Technik-Generation, die alles Bisherige alt aussehen lassen soll. Nach fünf Jahren kommt das Aus: Im Sommer stellt Mercedes die EQA-Produktion in Rastatt und Peking endgültig ein. Für Interessenten ist sogar noch früher Schluss: Wer heute einen EQA-Neuwagen ordern will, scheitert am Bestellstopp. Seit März nimmt der Hersteller keine Aufträge mehr an. Absturz ins Nichts: Diese Marke verkauft kein einziges Auto Abschied trotz hoher Verkaufszahlen An mangelnder Nachfrage liegt das frühe Ende jedoch nicht. Im Gegenteil: Allein 2025 meldete Deutschland 48.000 neue EQA an, bis April 2026 verkaufte Mercedes insgesamt über 100.000 Exemplare. Während der EQA geht, darf das Schwestermodell EQB bleiben: Die Bänder in Ungarn und China laufen für ihn weiter. Nach 24 Jahren: VW-Ikone vor dem Aus Der Nachfolger: Mehr Reichweite, schnelleres Laden Erst Ende 2026 füllt der neue GLA EQ die Lücke. Das 4,50-Meter-Modell soll ausbügeln, woran der Vorgänger krankte: mangelnde Ausdauer und langes Warten an der Ladesäule. Effizienz: Die Reichweite steigt auf über 700 Kilometer. Ladetempo: Ein 800-Volt-System verkürzt die Ladezeit deutlich. Antrieb: Die stärkste Version leistet 354 PS und ist wahlweise mit Allradantrieb erhältlich. Optik: Schmalere LED-Scheinwerfer und eine durchgehende Lichtleiste lassen das SUV sportlicher wirken. Im Cockpit ersetzt ein breites, frei stehendes Display die alten Armaturen; eine Künstliche Intelligenz übernimmt die Steuerung. Der Preis des Fortschritts Die schnellen Modellwechsel sind ein zweischneidiges Schwert: Kurze Zyklen befeuern zwar den technischen Fortschritt, senken aber die Restwerte der aktuellen Autos. Wer heute einen modernen Stromer kauft, fährt oft schon nach drei Jahren ein technisch überholtes Modell – mit entsprechenden Einbußen beim Wiederverkauf.