FIFA verhängt Transfersperre gegen Girondins Bordeaux
Girondins Bordeaux darf bis 2027 keine neuen Spieler holen. Der nächste Rückschlag für den abgestürzten Traditionsclub. Was steckt hinter dem FIFA-Bann und wie will der Club jetzt reagieren? Der Fußball-Weltverband FIFA hat gegen den französischen Traditionsclub Girondins Bordeaux eine Transfersperre verhängt. Demnach darf Bordeaux, nach dem sportlichen Niedergang der letzten Jahre mittlerweile nur noch viertklassig, in den kommenden drei Transferperioden bis einschließlich Sommer 2027 keine neuen Spieler mehr verpflichten. Nur auf Spieler aus der eigenen Jugend oder aus dem bisherigen Kader kann der Club in dieser Zeit zurückgreifen. Das geht aus der offiziellen "Registration Ban List" der FIFA hervor, auf der sechsmalige Meister aus dem Südwesten Frankreichs seit dem 27. März steht. Hintergrund der Sperre ist nach übereinstimmenden französischen Medienberichten ein finanzieller Streit im Zusammenhang mit dem Transfer von Pedro Díaz im Jahr 2023. Demnach sei eine Zahlung von 1,5 Millionen Euro an Sporting Gijón aus Spanien noch fällig. Bordeaux sieht das anders und will gegen die FIFA-Entscheidung Rechtsmittel beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) und vor dem nationalen Gericht einlegen. Kahn wollte Bordeaux mit Investoren übernehmen Bordeaux hat seit Jahren massive finanzielle Probleme, zeitweise hatten sich Schulden von mehr als 100 Millionen Euro angehäuft. Bereits im vergangenen Jahr war der Verein kurzzeitig mit einer Transfersperre belegt worden. Bordeaux war Ende Juli 2024 aufgrund eines Insolvenzverfahrens mit einem Zwangsabstieg in die dritte Liga bestraft worden. Weil Verhandlungen mit Investoren scheiterten, gab der Verein nach 87 Jahren seine Profilizenz auf. Danach folgte im August 2024 die Zwangsversetzung in die viertklassige National 2. Im vergangenen Jahr wollte der frühere Weltklassetorhüter Oliver Kahn den Verein aus dem berühmten Weinanbaugebiet mit einer Investorengruppe übernehmen. Eine erste Offerte des früheren Bayern-Vorstandschefs hatte Girondins-Besitzer Gérard Lopez abgelehnt. Später nahm Kahn Abstand von den Investmentplänen mit einem Umfang von rund 50 Millionen Euro.