Bundesliga: 1. FC Köln schlägt Werder Bremen in wildem Spiel
Köln und Werder kämpfen beide gegen den Abstieg. Im direkten Duell ging es wild zur Sache, Köln behielt die Oberhand. Der 1. FC Köln hat das wichtige Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen mit 3:1 gewonnen. Das Team von Interimtrainer René Wagner spielte dabei mehr als eine Hälfte in Überzahl, weil Gäste-Kapitän Marco Friedl schon in der 24. Minute die Rote Karte gesehen hatte. Dass es nur 3:1 ausging, war dabei vor allem Bremens Schlussmann Mio Backhaus zu verdanken, der mehrere Großchancen vereitelte. Einzig Saïd El Mala (per Elfmeter in der siebten Minute), Ragnar Ache (65.) und Ísak Jóhannesson (90.+7) konnten ihn überwinden. Für Werder traf Romano Schmid in der 76. Minute, ebenfalls per Elfmeter. So lief das Spiel Im zweiten Spiel unter Interimscoach Wagner erwischte der FC einen Traumstart. Werder-Verteidiger Olivier Deman traf Jakub Kaminski in der 5. Minute im Strafraum am Fuß und Schiedsrichter Tobias Reichel entschied ohne zu zögern auf Strafstoß. Jungstar El Mala übernahm Verantwortung, trat an und schob den Ball souverän in die Ecke. Die Kölner bemühten sich nun um Spielkontrolle. Phasenweise ließ der FC den Ball lange in den eigenen Reihen zirkulieren. Dass die Kölner immer wieder auch Fehler einstreuten, schadete dem Wagner-Team nicht. Werder wusste mit Ballgewinnen wenig anzufangen. Ein Distanzschuss von Marco Grüll nach einer Ecke war das einzig halbwegs Gefährliche, was Werder lange zustande brachte. Und es wurde schlimmer für die Bremer, deren Fans sich zu Spielbeginn bereits mit einer großen Choreografie auf das anstehende Nordderby gegen den Hamburger SV einstimmten. Leonardo Bittencourts Rückpass auf Friedl geriet zu kurz. Ache spitzelte den Ball am Werder-Kapitän vorbei. Friedl foulte und Schiedsrichter Reichel zeigte Rot wegen einer Notbremse. Thioune wollte es nicht wahrhaben, beschwerte sich lautstark, doch die Entscheidung hatte auch nach VAR-Überprüfung Bestand. In Überzahl spielte Köln auf das zweite Tor. Vor allem El Mala mit seiner Technik und seiner Dribbelstärke sowie Ache brachten Gefahr. In der Nachspielzeit verhinderte Werder-Keeper Mio Backhaus mit einer starken Parade gegen Ache das 2:0. Kurz nach dem Seitenwechsel feierten die Kölner Fans dann die vermeintliche Vorentscheidung. Der gerade eingewechselte Alessio Castro-Montes überwand Backhaus zum zweiten Mal an diesem Nachmittag. Nach VAR-Eingriff nahm Reichel den Treffer wegen einer Abseitsposition aber zurück. Kurz darauf war Marvin Schwäbe im FC-Tor erstmals gefordert. Einen Distanzschuss von Senne Lynen parierte der Kölner Kapitän überragend. Köln hielt das Spielgeschehen danach lange vom eigenen Tor fern und belohnte sich mit dem 2:0. Ache staubte ab, nachdem Cenk Özkacar mit seinem Kopfball noch am Pfosten gescheitert war. Die Partie schien 25 Minuten vor Schluss entschieden. Doch es wurde noch einmal spannend. Schmid brachte Werder vom Elfmeterpunkt wieder heran. Am Ende brachte der FC den knappen Vorsprung aber nicht nur über die Zeit, sondern erhöhte in der Nachspielzeit sogar noch.