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Mehdi Benatia: "Peinlich" – Ex-Bayern-Star tobt und bekommt Ansage

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Mehdi Benatia gewann mit den Bayern zweimal die Meisterschaft. Nun ist er Sportdirektor in Frankreich – doch sein Klub steckt in einer schweren Krise. Und er auch. Ex-Bayern-Verteidiger Mehdi Benatia hat in Frankreich mit einer Wutrede für Wirbel gesorgt. Nach der Niederlage von Olympique Marseille in Lorient trat der 39-Jährige am Samstag sichtlich verärgert vor die Presse und rechnete mehr als sechs Minuten lang mit seiner Mannschaft ab. "Das ist ein Skandal", sagte er nach Angaben der französischen Sportzeitung L’Équipe. Benatia arbeitet inzwischen als Sportdirektor beim französischen Traditionsklub. In dem insgesamt sechs Minuten dauernden Interview kritisierte er vor allem den fehlenden Einsatz bei seinem Team. Marseille habe keine Zweikämpfe gewonnen, keinen Vorstoß nach vorn gezeigt und "einfach nur zugeschaut". Den Spielern warf er Lustlosigkeit und mangelndes Engagement vor. Eigentlich wolle er gar nicht reden, so der ehemalige Bundesligaspieler, aber dieser Auftritt sei ein "Skandal". Er wiederholte: "Das ist ein Skandal!". Die anwesenden Journalisten mussten ihm nahezu keine Fragen stellen, Benatia redete unaufhörlich und steigerte sich in eine regelrechte Wutrede hinein. Auch das Verhalten nach dem Abpfiff ärgerte ihn. In der Kabine sei alles "blitzblank" gewesen – niemand habe erkennbar reagiert. Als Konsequenz kündigte Benatia ein höheres Trainingspensum an. Die Spieler sollten "für die nächsten vier Wochen nichts planen", man werde "an allem arbeiten" – von Abwehr bis Angriff, an Kombinationen, Laufarbeit und Einsatz. "Wir werden vier Wochen morgens und nachmittags trainieren und mittags halten wir einen schönen Erholungsschlaf", drohte er seinem Team mit einer intensiven Vorbereitung auf die kommenden Wochen. Zudem wolle er sie an "das Privileg" erinnern, bei einem Klub wie Marseille zu spielen. Benatia appelierte an die Ehre seiner Spieler und daran, dass sie für einen großen Verein spielten; dies sei nicht selbstverständlich. Umso mehr könne er nicht verstehen, warum die Spieler dieses Privileg auf dem Platz nicht zurückzahlten. "Ich kann es nicht erklären, könnt ihr es mir erklären?", sagte er zu den Reportern. "Ich kann es jedenfalls nicht." Benatia: "Das akzeptiere ich" Pikant an der Tirade ist die Tatsache, dass es Benatia selbst war, der den Kader vor der Saison maßgeblich zusammengestellt hat. Auf die mögliche Kritik an ihm reagierte er gleich selbst. "Ich habe kein Problem damit, wenn man mich kritisiert und mir sagt, dass die Spieler, die wir geholt haben und die im September noch sehr gut waren, heute richtig schlecht gespielt haben", so Benatia. "Ich habe auch kein Problem damit, wenn man mir sagt, dass der Coach, den ich geholt habe, nicht gut ist. Das akzeptiere ich." Olympique Marseille erlebt derzeit eine Seuchensaison. Im Februar war Coach Roberto de Zerbi entlassen worden, zwei Tage darauf trat auch Benatia von seinem Amt zurück. Er hatte dem Trainer immer die Treue gehalten, doch der Eigentümer des Klubs, der US-Milliardär Frank McCourt, hatte auf De Zerbis Demission gedrängt, nachdem das Team vom Erzrivalen Paris St. Germain mit 5:0 in der Liga gedemütigt worden und auch aus der Champions League ausgeschieden war. Kurz nachdem Benatia das Handtuch geschmissen hatte, kam jedoch die überraschende Wende: McCourt überzeugte den Marokkaner mit französischer Staatsbürgerschaft, bis zum Saisonende weiterzumachen und für einen geordneten Übergang zu einer neuen sportlichen Führung zu sorgen. Benatia tat ihm den Gefallen und holte als Nachfolger für De Zerbi den gerade beim Ligakonkurrenten Stade Rennes entlassenen Habib Beye als Verantwortlichen auf der Trainerbank. Letzter Titel für Olympique ist eine Ewigkeit her Kritik an Benatias öffentlicher Demontage der Mannschaft und des Trainers kam umgehend. Der frühere Ligue-1-Trainer Pascal Dupraz fand Benatias Auftritt zum Fremdschämen. "Das ist peinlich, von einem erfahrenen, ehemaligen Spieler. Es ist leicht, auf die Spieler einzuhacken", polterte der 63-Jährige in der Sendung "Les Grandes Gueules du Sport" beim Sender RMC. Zugleich betonte Dupraz, auch Benatia trage einen Teil der Verantwortung für die sportliche Misere. Für den ehemaligen Coach sind die Worte des Marokkaners ein alarmierendes Signal: "Wenn man Benatia zuhört, kann man nur den Eindruck gewinnen, dass in diesem Verein eigentlich jeder auf sich allein gestellt ist. Das ist unerträglich." Benatia war bereits in der Vergangenheit mit Schimpftiraden bei Olympique Marseille aufgefallen. Der ehemalige Bayernspieler trat sein Engagement in Südfrankreich im Jahr 2023, zuvor hatte er beim türkischen Klub Fatih Karagümrük gespielt. Mit den Bayern gewann er zweimal die Meisterschaft. Für Olympique Marseille wird die Lage allmählich prekär: Das Team rutschte am 30. Spieltag der Ligue1 auf Rang sechs ab. Nur die ersten drei qualifizieren sich für die Champions League. Einst galt Olympique Marseille als das Aushängeschild des französischen Vereinsfußballs. In den Achtziger- und Neunzigerjahren dominierte der Klub die erste französische Liga und trumpfte auch auf internationaler Ebene auf. Doch den letzten Titel hat der Verein im Jahr 2012 geholt. Unter Trainer De Zerbi wurde man in der vergangenen Saison immerhin Zweiter in der Meisterschaft – hinter dem Serienmeister und Dauerrivalen PSG.



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