Lufthansa streicht Flüge: Kurzstrecken in Frankfurt und München fallen weg
Nach der abrupten Einstellung der Tochter Cityline baut Lufthansa sein Streckennetz massiv um. 20.000 Flüge fallen weg. Die Lufthansa nimmt nach der Schließung der Zubringer-Tochter Cityline bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge aus dem Programm und spart dadurch 40.000 Tonnen Kerosin. Unwirtschaftliche Strecken in Frankfurt und München fielen weg, gleichzeitig würden Strecken in Zürich, Wien und Brüssel ausgeweitet, teilte die Lufthansa am Dienstag mit. Eine neue Streckenplanung für die kommenden Monate werde Ende April oder Anfang Mai veröffentlicht. Die Kerosinversorgung der Gruppe sei in den kommenden Wochen gesichert, für den Sommerflugplan werde "eine weitgehend stabile Treibstoffversorgung" erwartet. Klingbeil gegen Reiche im Kerosin-Streit: Sie können es nicht lassen Das Unternehmen hatte den Betrieb seiner zuletzt heftig bestreikten Kurzstrecken-Tochter Cityline überraschend und mit nur zwei Tagen Vorlauf eingestellt. Dadurch werde das konzernweite Angebot im Sommer um ein Prozent der angebotenen Sitzkilometer reduziert, teilte die Lufthansa nun mit. Die Gewerkschaften UFO und VC hatten den Beschluss zur beschleunigten Abwicklung der Fluglinie mit zwei Dutzend Maschinen und rund 1300 Beschäftigten scharf kritisiert. Ursprünglich war ein schrittweises Verkleinern der defizitären Airline bis zu einer Einstellung des Betriebs 2028 angepeilt. Cockpit- und Kabinenbeschäftigte von Cityline sollen jetzt nach dem Willen der Lufthansa möglichst Jobs bei anderen Fluggesellschaften im Konzern finden. Es wird jedoch auch ein betrieblicher Sozialplan von Personalvertretung und Arbeitgeber mit Konditionen wie Abfindungen zum Ausscheiden ausgehandelt, wie UFO und Lufthansa erklärten.