Münchner Brüder ersteigern Magnum-Ferrari für 345.000 Dollar
Magnums roter Ferrari wurde für 345.000 Dollar versteigert, zwei Münchener sollen den Zuschlag erhalten haben. Was sie mit dem Kultsportwagen nun vorhaben. Es ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Requisiten der Fernsehgeschichte: der rote Ferrari 308 GTS aus der US-Kultserie "Magnum". Bei einer Auktion im amerikanischen Palm Beach soll das Fahrzeug für 345.000 Dollar, umgerechnet rund 293.000 Euro, den Besitzer gewechselt haben. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung erhielten die Münchner Unternehmensberater Hagen und Daniel Walther den Zuschlag. Die Brüder verbindet mit der Serie demnach mehr als nur nostalgische Zuneigung. Hagen Walther trägt seit Kindheitstagen den Spitznamen "Higgins", benannt nach der Figur des Anwesen-Verwalters aus der Serie. Wie "Bild" Daniel Walther zitiert, konnte sein Bruder als Kleinkind den eigenen Namen nicht aussprechen, wohl aber den aus der Sendung aufgeschnappten Begriff. Der Spitzname blieb haften. 2014 haben Daniel Walther zudem eine Unternehmensberatung gegründet und sie ebenfalls nach dieser Serienfigur benannt haben. Magnums Ferrari weit über dem eigenen Limit ersteigert Hagen Walther soll zur Versteigerung nach Florida gereist sein, während sein Bruder die Auktion per Livestream von München aus verfolgte, beide dem Bericht zufolge die ganze Zeit telefonisch in Verbindung. Ursprünglich hatten sich die Brüder laut "Bild" eine Obergrenze von 150.000 Dollar gesetzt. Den reinen Fahrzeugwert, also ohne den Bonus der Seriengeschichte, beziffern sie demnach auf etwa 80.000 Dollar. Dennoch boten sie weiter, bis der Zuschlag fiel. "Wir wollten es eben einfach", wird Daniel Walther zitiert. Die anfängliche Euphorie ist offenbar einer gewissen Ernüchterung gewichen: "Mir ist allerdings noch immer etwas schummrig wegen des Preises", soll er gesagt haben. "Das war viel zu viel." Ferrari von Magnum erhält neues Zuhause in München Der 1979 gebaute Sportwagen, 227 PS stark, bis zu 250 km/h schnell, soll nun per Schiff den Atlantik überqueren und in den kommenden Wochen in München ankommen. Genaue Pläne für das Fahrzeug gebe es bisher nicht. Einig seien sich die Brüder laut "Bild" aber darin, den Wagen künftig öffentlich zugänglich zu machen, als möglichen Standort nennen sie die Motorworld München. Bewegen wollen sie ihn dort nicht: Das Auto soll ausgestellt, nicht gefahren werden.