Добавить новость
ru24.net
World News
Апрель
2026
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27
28
29
30

Verteidigungsfähigkeit: Claudia Major fordert starke Rüstungsindustrie

0
Mehr Rüstung oder weniger Verschwendung? Bei "Caren Miosga" wurde darüber diskutiert, welche Konsequenzen Deutschland und Europa aus dem Iran-Krieg ziehen müssen. Der festgefahrene Konflikt zwischen der Großmacht USA und dem Mullah-Regime im Iran hat große Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland und Europa. Die Wachstumsaussichten für das laufende Jahr wurden bereits gesenkt , die Ausgaben für Energie steigen und die Verbraucher stöhnen an der Tankstelle über den teuren Sprit. Von den geopolitischen Risiken, die mit dem Krieg im Nahen Osten einhergehen, ganz zu schweigen. Der Einfluss, den die deutsche Politik und die Zivilgesellschaft auf den Fortgang der Auseinandersetzung haben, ist hingegen erschreckend gering. Mit ihrer Diskussionsrunde versuchte Moderatorin Caren Miosga am Sonntagabend in der ARD auszuloten, mit welchen Konsequenzen noch zu rechnen sein könnte. "USA gegen Iran - nicht unser Krieg, aber unser Problem?", lautete die Fragestellung, die sie den Talkgästen vorgab. Der US-amerikanische Korrespondent des "Wall Street Journal", Bojan Pancevski, zeigte sich bei seinem Auftritt davon überzeugt, dass der Iran den USA gerade ihre machtpolitischen Grenzen aufzeigt und dass das auch für Europa nichts Gutes heißt. Gäste der Sendung: Hubertus Heil (SPD), Mitglied des Auswärtigen Ausschusses Claudia Major , Sicherheitsexpertin Daniel Gerlach , Orientalist und Nahost-Experte Bojan Pancevski , Europa-Korrespondent des "Wall Street Journal" Donald Trump sei ein Hasardeur, der sich in dieser Angelegenheit verkalkuliert und verloren habe, so der US-Journalist. Nun müssten die USA damit umgehen lernen, dass sie militärisch und was die Kapazität der Waffenproduktion angeht, längst nicht so stark seien wie geglaubt. Die unilaterale Verlängerung der Waffenruhe durch den amerikanischen Präsidenten sei etwa ein eindeutiges Zeichen der Schwäche. "Die Iraner haben ihn nicht mal gebeten", fügte Pancevski – immer noch sichtlich darüber verwundert – hinzu. Keine Sympathie für Krieg in der US-Bevölkerung Er wies auch auf einen weiteren Nachteil der USA hin. In der Bevölkerung gebe es keinerlei Willen und angesichts der steigenden Inflation auch immer weniger Sympathien für einen längeren militärischen Einsatz. "Dieser Kampf ist relativ sinnlos aus der Perspektive der breiten Bevölkerung, die können das überhaupt nicht verstehen", begründete Pancevski seine Ansicht. Außerdem wüssten inzwischen Freund und Feind, dass die gesamte Jahresproduktion an Patriot-Flugabwehrraketen aufgebraucht sei und die USA mit der Fertigung nicht hinterherkämen. Bei den wichtigen Tomahawk-Abwehrraketen sehe es nicht besser aus, erläuterte der Journalist. Die Amerikaner hätten der Welt zwar gerade gezeigt, wozu sie prinzipiell militärisch in der Lage wären, seien aber angesichts der Löcher, die der Iran-Krieg in den Waffendepots reiße, für eventuelle weitere Konflikte schlecht aufgestellt, befand Claudia Major. Die Sicherheitsexpertin der transatlantischen Denkfabrik German Marshall Fund of the United States sprach in diesem Zusammenhang von der "Impotenz der Macht". Militärexpertin fordert starke Rüstungsindustrie Das Interesse des Iran sei hingegen von Anfang an gewesen, den militärischen Konflikt in einen politischen Konflikt zu übersetzen, erklärte sie. Tatsächlich sei es dem stark angeschlagenen, aber immer noch einsatzfähigen Regime gelungen, eine Art Ausdauerwettkampf zu erzeugen und darauf zu setzen, dass man den längeren Atem habe. "Die Schwächung der Amerikaner, die wir da gerade sehen, wirkt sich direkt indirekt auch auf uns aus", urteilte Major. In Europa müsse man gut überlegen, wie sich Munition und komplizierte Waffensysteme schneller und günstiger produzieren ließen und wie man es vermeiden könne, mit unendlich teuren Patriot-Raketen unendlich billige Drohnen abzuschießen. Solange man auf diese Fragen keine Antworten finde, "dann sind wir nicht wirklich verteidigungsfähig", so Major. "Armeen gewinnen Schlachten, die Industrie gewinnt Kriege", lautete ihr Fazit. Einen deutlich anderen Schwerpunkt setzte der SPD-Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil bei seinem Auftritt. Er plädierte angesichts der Rohstoffkrise durch die aktuellen Kriege nicht nur für eine größere militärische, sondern vor allem für eine energiepolitische Unabhängigkeit und den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dass das allein kurzfristig nicht reichen könnte, gab Heil ebenfalls zu verstehen. "Wir werden auch über das Energiesparen reden müssen in Deutschland", forderte er vor dem Hintergrund der sich weltweit verschlechternden Versorgungslage. Iran verhandelt unter extremen Voraussetzungen Der Nahost-Experte Daniel Gerlach richtete seinen Blick auf den Iran und legte dar, dass die Regierung, die Wirtschaft und das Militär des Landes aller anderslautenden Propaganda zum Trotz schwer getroffen seien. "Das ist eine existenzielle Krise, in der sich das Regime befindet", lautete seine Einschätzung. Dieser wörtlich zu nehmende Überlebenskampf habe auch Auswirkungen auf das Verhalten der iranischen Verhandler. "Die Iraner gehen davon aus: Morgen kann alles anders sein und wir werden alle umgebracht", sagte Gerlach. Andererseits käme der Iran mit einem mehrjährigen halbmilitärischen Konflikt wahrscheinlich zurecht. Wie es unter solchen Voraussetzungen zu einem tragfähigen Abkommen kommen soll, konnte erwartungsgemäß keiner der Gäste beantworten. Solange Trump keine Möglichkeit finde, die Kriegsziele trotz ungünstiger Lage für erreicht zu erklären oder einen Sündenbock zu finden, so wurde in der Runde wiederholt spekuliert, komme er nicht so einfach aus der Sache raus.



Moscow.media
Частные объявления сегодня





Rss.plus
















Музыкальные новости




























Спорт в России и мире

Новости спорта


Новости тенниса