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Апрель
2026

Indonesien: Blockade der Straße von Malakka könnte teuer werden

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Sie ist weniger bekannt als die Straße von Hormus – und dennoch für die Weltwirtschaft von höchster Relevanz. Sollte die Straße von Malakka blockiert werden, dürfte das weltweite Folgen haben. Die Blockade der Straße von Hormus zeigt die Verwundbarkeit der weltweiten Handelsrouten. Sie zwingt Staaten in Südostasien dazu, sich zunehmend mit der Sicherheit der Straße von Malakka – der wichtigste Engpass in Asien und Ozeanien – auseinanderzusetzen. Singapurs Außenminister Vivian Balakrishnan erklärte dem US-Wirtschaftsnachrichtensender CNBC, sollte es im Pazifik zu einem Krieg zwischen China und den USA kommen, "wäre das, was wir in der Straße von Hormus sehen, eine Generalprobe". Die 900 Kilometer lange Meerenge zwischen der Malaiischen Halbinsel und der indonesischen Insel Sumatra ist die meistbefahrene Wasserstraße für den internationalen Handel. Weitere Anrainerstaaten neben Malaysia und Indonesien sind Thailand und Singapur. Die Straße von Malakka ist der kürzeste Seeweg zwischen Ostasien und dem Nahen Osten und Europa. Rund 40 Prozent des weltweiten Handels wird durch diese Meerenge transportiert. Besonders wichtig ist sie für die weltweite Ölversorgung. Iran als Vorbild: Nächstes Land will Maut für seine Meerenge erheben Aktuelle Entwicklungen: Newsblog zum Krieg in Nahost Durch die Meerenge wurden laut der US Energy Information Administration (EIA) im ersten Halbjahr von 2025 23,2 Millionen Barrel Öl pro Tag transportiert. Das entspricht etwa 29 Prozent des gesamten maritimen Öltransports. Gemessen am Öltransportvolumen ist die Straße von Malakka der größte Engpass weltweit. Etwa 70 Prozent des gesamten jährlichen Öltransports entfallen auf Rohöl, die übrigen 30 Prozent sind Erdölprodukte. Durch die Straße von Hormus flossen im Vergleich im ersten Halbjahr von 2025 etwa 20,9 Millionen Barrel pro Tag – rund 20 Prozent des gesamten maritimen Öltransports. An der engsten Stelle ist die Meerenge nur 2,7 Kilometer breit. Im Vergleich: Die engste Stelle in der Straße von Hormus weist eine Breite von rund 33 Kilometern auf. Einige Abschnitte sind zudem mit einer Tiefe von 25 bis 27 Metern relativ flach. Das birgt für Schiffe die Gefahr, auf Grund zu laufen. Daten der malaysischen Schifffahrtsbehörde zeigen, dass 2025 mehr als 102.500 Schiffe die Straße von Malakka passierten, nach 94.300 im Jahr zuvor. Einige sehr große Schiffe umfahren die Meerenge wegen der teilweise geringen Tiefe und Breite und nehmen stattdessen eine südlichere Route um Indonesien. Für China ist die Wasserstraße von besonders großer strategischer Bedeutung. Daten des Tanker-Trackers Vortexa zufolge passieren rund 75 Prozent der chinesischen Rohölimporte auf dem Seeweg aus dem Nahen Osten und Afrika die Straße von Malakka. Der Großteil des Rohöls, der die Straße von Malakka passiert, kommt laut EIA aus dem Nahen Osten und ist für ostasiatische Länder bestimmt. Im ersten Halbjahr von 2025 war China für 48 Prozent der Importmengen durch die Straße verantwortlich. "Ist uns klar, wie wichtig Indonesien ist?" Bereits im Jahr 2003 prägte der damalige chinesische Präsident Hu Jintao den Begriff "Malakka-Dilemma", um diese strategische Abhängigkeit zu beschreiben. Zwar hat Peking in den Ausbau von Alternativen investiert, allerdings erreicht keine annähernd das Ausmaß der Öltransporte durch die Straße von Malakka, so "The Conversation". Der indonesische Finanzminister Purbaya Yudhi Sadewa brachte angesichts dessen in der vergangenen Woche den Vorschlag ein, die Straße von Malakka zu einer maritimen Mautstraße zu machen – ganz nach dem Vorbild des iranischen Regimes, das Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verlangt. Den weiteren Anrainerstaaten sollen laut dem Vorstoß ebenfalls nicht leer ausgehen: "Wenn wir diese unter uns dreien aufteilen, könnte das ziemlich beträchtlich sein", zitiert ihn das "Handelsblatt". Purbaya räumte jedoch ein, dass eine solche Regelung nicht möglich sei. Dennoch: Auch in Indonesien scheint man sich der weltpolitischen Wichtigkeit der Meerenge bewusst zu werden. Laut "Handelsblatt" fragte der indonesische Präsident Prabowo Subianto Anfang des Monats in einer Kabinettssitzung: "Ist uns bewusst, dass 70 Prozent des Energiebedarfs Ostasiens und 70 Prozent seines Handels durch die indonesischen Meerengen fließen?" Er fügte hinzu: "Ist uns klar, wie wichtig Indonesien ist?" USA und China bauen Militärpräsenz deutlich aus Singapurs Außenminister erklärte allerdings, das Recht auf Transitpassagen sei für jeden garantiert. Die Anrainerstaaten teilten das strategische Interesse, die Straße offen zu halten, sagte Balakrishnan dem Sender CNBC. Sie hätten sich darauf geeinigt, keine Gebühren zu erheben. Das Land werde sich an keinen Bemühungen beteiligen, die Meerenge zu blockieren oder Mautgebühren zu erheben. Sowohl die USA als auch China haben ihre Militärpräsenz laut der Nachrichtenseite "The Conversation" rund um die Meerenge und ihre Zufahrtswege in der Vergangenheit kontinuierlich ausgebaut. Die USA haben dies vor allem durch den Zugang zu Militärbasen erreicht, beispielsweise mit der Changi Naval Base in Singapur. Und auch Indien hat durch die Andamanen und Nikobaren, die nordwestlich der Zufahrtswege zur Straße von Malakka liegen, eine strategische Präsenz in der Region. Nicht zuletzt durch die Unterzeichnung des Verteidigungsabkommens zwischen den USA und Indonesien gerät Südostasien immer mehr in den Wettstreit der Großmächte hinein. Washington strebt offenbar ein Überflugrecht für US-Militärflugzeuge an. Sollte sich diese Dynamik verschärfen, stünde die Straße von Malakka voraussichtlich im Mittelpunkt – sei es durch eine Krise in Taiwan , Auswirkungen der Situation in der Straße von Hormus oder eine Verschiebung der Bündnisverhältnisse. 8,7 Prozent aller deutschen Importe passierten Malakka In einer Analyse der bundeseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI) heißt es über die Straße von Malakka, "im internationalen Krisenfall wäre sie militärisch einfach zu blockieren. Dann würden die globalen Lieferketten fast aller Industrien unmittelbar zusammenbrechen." Alternative Handelsrouten hätten deutliche Nachteile: einige sind für große Handelsschiffe zu flach, andere würden Umwege von bis zu 1.000 Seemeilen (1.852 Kilometer) bedeuten. Laut GTAI wären damit zusätzliche Fahrzeiten von mehr als einer Woche verbunden – und zudem wären einige der Alternativrouten ebenfalls leicht zu blockieren. Eindeutige Anzeichen dafür, dass die zunehmende Militärpräsenz rund um die Straße von Malakka Auswirkungen auf die Handelsschifffahrt hat, gibt es bisher nicht. Sollte es jedoch zu einem Konflikt kommen, würde zwar ganz besonders China darunter leiden. Aber auch der weltweite Handel würde nicht verschont bleiben. Auch Deutschland würde eine Blockade der Straße von Malakka hart treffen. Im Jahr 2023 passierten 8,7 Prozent aller deutschen Importe laut einer Analyse des Ifo-Instituts die Meerenge in Südostasien. Auf die Straße von Hormus entfiel lediglich weniger als ein Prozent der deutschen Importe.



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