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Bildung mit KI: Knapp zwei Drittel der Schulen nutzen Chatbot "telli"

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Chatbot "telli" unterstützt Lehrer und Schüler in Hessen seit diesem Schuljahr. Wie kommt das Tool in den Schulen an und welche Aufgaben übernimmt es im Unterrichtsalltag?

Im aktuellen hessischen Schuljahr unterstützt erstmals der KI-Chatbot "telli" Lehrer- und Schülerschaft - und die Rückmeldungen aus den Schulen fallen laut Kultusministerium positiv aus. "Die KI-Anwendung kommt an und sorgt für einen innovativen Sprung an den Schulen", sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage.

"telli"-Assistent unterstützt auch beim Planen von Klassenfahrten

 Zu den wichtigsten Funktionen gehört den Angaben zufolge der Assistent im Schulalltag, der Lehrkräfte etwa beim Erstellen von Vokabellisten, beim Formulieren von Elternbriefen oder Planen von Klassenfahrten unterstützt. Der Chatbot ermöglicht zusätzlich Lernszenarien für den Einsatz mit Schülerinnen und Schülern. 

KI liefert Vorschläge für Bewertung von Klassenarbeiten 

Auch bei der Korrektur von Klassenarbeiten kann "telli" unterstützen. Aufgaben mit eindeutig auswertbaren Lösungen, etwa Multiple-Choice-, Zuordnungs- oder Lückentextaufgaben, können in der Regel automatisiert bewertet werden. Bei offenen Aufgaben erstellt die KI Vorschläge für Bewertung und Feedback. "Die abschließende Bewertung erfolgt stets durch die Lehrkraft", bekräftigte das Ministerium.

Basis der bisher positiven Bilanz sind dem Ministerium zufolge Erfahrungen aus dem Schulalltag sowie begleitende Evaluationen. Aktuell nutzten 64 Prozent der hessischen Schulen "telli". Seit dem Start im Herbst 2025 werde der Chatbot kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig aktualisiert.

Gewerkschaft fordert Verbesserungen von "telli"

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Einführung von "telli" grundsätzlich. Insgesamt spiele er aber "eine nachgeordnete Rolle" an den Schulen, teilte der Landesvorsitzende Thilo Hartmann mit. 

Beliebter seien die allgemein zugänglichen Chatbots, die mehr Möglichkeiten böten und besser in die persönlichen Endgeräte integrierbar seien. "Wenn "telli" sich zu einer echten Alternative entwickeln soll, müssen Rahmenbedingungen und Nutzungsumfang verbessert werden", forderte Hartmann.




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