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Der Rigaer Bahnhof: Vier Milliarden für eine Legende

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Der Rigaer Bahnhof findet bislang keinen Käufer. (Foto: AGN Moskwa)

Ein Gebäude, das zur Legende wurde: Der Rigaer Bahnhof wurde 1901 im neorussischen Stil nach einem Entwurf des Petersburger Architekten Stanislaw Brzozowski errichtet. Auch wenn die Russen von diesem Bahnhof aus nie mit dem Zug Richtung Westen fuhren – etwa nach Wolokolamsk, Rschew, Welikie Luki –, kennen sie dieses Gebäude gut. Dort wurden Szenen für die russischen Filmklassiker „Siebzehn Augenblicke des Frühlings“, „Ballade vom Soldaten“ und „Ein Bahnhof für zwei“ gedreht. Seit 2021 ist das Bahnhofsgebäude als Objekt des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung geschützt. Auch ohne diesen kulturellen Bonus klingt die Beschreibung dieser Immobilie attraktiv: über 7700 Quadratmeter Gebäudefläche, 1,37 Hektar Grund im Herzen der Stadt. Und dennoch: kein Käufer. Die Versteigerung am 27. April endete ohne eine einzige Gebotsabgabe.

Am 10. Juni findet der nächste Versuch statt. Die Russischen Eisenbahnen (RŽD) schreiben den Rigaer Bahnhof erneut zur Versteigerung aus. Der Startpreis: knapp vier Milliarden Rubel. Der Auktionsschritt: 200,5 Millionen. Die Form: elektronisch, aufsteigend.

In der Unternehmensmitteilung heißt es, man beobachte ein „anhaltendes Interesse“ an dem Objekt. Investoren benötigten jedoch „zusätzliche Zeit für die Ausarbeitung von Lösungen unter Berücksichtigung der Einzigartigkeit des Objekts“. Eine Formulierung, die zwischen Optimismus und Realität balanciert.

Denn genau darin liegt das Dilemma: Der Rigaer Bahnhof ist kein gewöhnliches Gewerbeobjekt. Er ist ein Baudenkmal, dessen Nutzung streng reglementiert ist. Jede Veränderung bedarf der Abstimmung mit Denkmalschützern. Die Renovierungskosten dürften die Kaufsumme um ein Vielfaches übersteigen. Und die Vision? Ein Hotel? Ein Museum? Ein Kulturzentrum? Alles denkbar – alles teuer.

Die Regierung hatte den Verkauf bereits am 13. Februar genehmigt; Ministerpräsident Michail Mischustin unterzeichnete das entsprechende Dokument. Der Auftrag: Veräußerung zum Marktwert über ein offenes Verfahren. Im März ging das Objekt online – sogar auf „Avito“, der populären Kleinanzeigenplattform.

Ob es beim dritten Mal klappt? Die Antwort wird nicht nur von der Wirtschaftslage abhängen. Doch bisher ist kein Investor in Sicht, der bereit ist, in eine Legende zu investieren – nicht nur finanziell, sondern auch ideell. Denn der Rigaer Bahnhof ist ein besonderer Fall. Und das hat seinen Preis – oder eben keinen.

Sascha Paraponow

Запись Der Rigaer Bahnhof: Vier Milliarden für eine Legende впервые появилась Moskauer Deutsche Zeitung.




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