Ketteler Krankenhaus in Offenbach aus Insolvenz gerettet – DRK übernimmt
Viele Krankenhäuser in Deutschland kämpfen ums Überleben. In Hessen ist nun eine Klinik vor dem Aus bewahrt worden. Die Beschäftigten atmen auf. Die klammen Lage der Krankenkassen und steigende Kosten treiben viele Kliniken in die Krise. Die Pleite des Ketteler Krankenhaus im hessischen Offenbach nahe Frankfurt am Main ist nun erstmal abgewendet: Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Offenbach übernimmt die Klinik. Mehr als 900 Jobs sind damit vorerst gerettet. "Das Ketteler Krankenhaus ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Offenbach und der Region", erklärte Doru Somesan, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Offenbach. Das Ketteler Krankenhaus hatte im Herbst vergangenen Jahres ein gerichtliches Sanierungsverfahren eingeleitet. Pleite: Medizin Campus Bodensee rutscht in Insolvenz Kliniken: Bundesrat billigt Kompromiss zu Krankenhaus-Reform Mit dem Trägerwechsel sollen alle medizinischen Fachabteilungen des Hauses fortgeführt werden, allerdings mit einer Ausnahme: Die Geburtshilfe wird zum 30. Juni dieses Jahres geschlossen. Diese Entscheidung hatte das Krankenhaus bereits zuvor angekündigt. Das Ketteler Krankenhaus soll künftig stärker in das bestehende Netzwerk des DRK eingebunden werden, etwa mit Rettungsdiensten und Pflegeeinrichtungen. "Eingebettet in unser bestehendes Netzwerk aus Rettungsdienst, Pflegeeinrichtungen und vielen weiteren Angeboten leisten wir mit dieser Übernahme einen starken Beitrag zum Erhalt eines hochwertigen medizinischen Angebots vor Ort", erklärte DRK-Mann Somesan.