E-Autos: Prozentualer Zuwachs bei privaten Käufern - geringer Gesamtanteil
Der Privatmarkt treibt den E-Auto-Absatz wieder an. Doch beim Blick auf den Gesamtmarkt zeigt sich eine weniger eindeutige Entwicklung. Elektroautos gewinnen im deutschen Privatmarkt wieder deutlich an Bedeutung. Im April stieg die Zahl der privaten Neuzulassungen reiner Elektro-Pkw nach Berechnungen des Marktforschers Dataforce um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf knapp 29.000 Fahrzeuge. Damit entschied sich fast jeder dritte private Neuwagenkäufer für ein rein elektrisches Auto. Auch insgesamt legten die privaten Pkw-Neuzulassungen zu. Während der Privatmarkt im April um 8,2 Prozent wuchs, schrumpfte der Flottenmarkt um 3,6 Prozent. Nach Einschätzung von Dataforce treffen derzeit mehrere Faktoren zusammen: Kaufanreize, Rabatte und die hohen Preise für Benzin und Diesel dürften den Wechsel zum Elektroauto für viele Käufer attraktiver machen. Hinzu komme ein Nachholbedarf aus den vergangenen Jahren. Langfristig bleibt der Anteil von E-Autos am gesamten Fahrzeugbestand in Deutschland jedoch weiterhin vergleichsweise gering. Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren 2025 bislang 4,1 Prozent aller zugelassenen Pkw reine Elektroautos. Plug-in-Hybride kamen auf 2,3 Prozent. 2024 lagen die Werte noch bei 3,3 beziehungsweise 2,0 Prozent. Die Analysten von Dataforce rechnen dennoch mit weiter steigenden Elektroanteilen in den kommenden Monaten. Gleichzeitig verweisen sie auf wirtschaftliche Risiken. "Die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen spiegeln sich im April in den Marktzahlen nieder", erklären die Analysten. Höhere Inflation und steigende Zinsen könnten die Nachfrage insgesamt dämpfen. Förderportal startet Ab Dienstag, 19. Mai, können Käufer zudem die neue staatliche E-Auto-Förderung beantragen – auch rückwirkend bis Januar. Unterstützt werden reine Elektroautos, Brennstoffzellenfahrzeuge sowie bestimmte Plug-in-Hybride. Die Förderung richtet sich ausschließlich an Privatpersonen und ist an Einkommensgrenzen geknüpft. Voraussetzung für den Antrag ist unter anderem eine BundID mit Online-Ausweisfunktion oder Elster-Zertifikat. Außerdem müssen Käufer das Fahrzeug mindestens 36 Monate behalten. Einige Händler werben bereits mit Preisen inklusive maximaler Förderung – diese erhalten allerdings nicht alle Haushalte.