Nach dem Abstieg von Fortuna Düsseldorf in die 3. Liga positioniert sich die Stadtverwaltung mit einem emotionalen Social-Media-Post. Der Beitrag löst ein geteiltes Echo aus. Nach dem Abstieg von Fortuna Düsseldorf hat sich nun auch die Stadtverwaltung erstmals zum Thema geäußert. Mit einem simplen Posting auf ihren Social-Media-Kanälen machte die Stadt ihre Haltung zum Niedergang des Klubs deutlich. Darauf zu sehen ein weißes und ein rotes Herz sowie in roter Schrift die Nachricht: "Liebe kennt keine Liga!" Bereits in der Vergangenheit hatte die Stadtverwaltung immer wieder ihre Verbundenheit zu Fortuna zum Ausdruck gebracht. Etwa mit einem freudigen Posting nach dem Sieg gegen Elversberg oder einer mutmachenden Nachricht vor dem Duell in Fürth, nach dem die Düsseldorfer nun durch eine 0:3-Pleite in die 3. Liga abgestiegen sind. Abstieg mit gleich zwei Klubs: Fortuna-Coach Ende reiht sich in unrühmliche Statistik ein "Tschüsseldorf" – So reagieren die Fans im Netz auf den Fortuna-Abstieg Abstieg der Fortuna: Schämt Euch! Mit dem neuesten Social-Media-Post bleibt die Landeshauptstadt ihrer Linie treu: Sie unterstützt Fortuna in guten wie in schlechten Zeiten. Eine Message, die nicht bei allen Followern gut ankommt. Denn während manche der Haltung der Stadtverwaltung folgen und Kommentare wie: "Fortuna gestern, heute und für immer" oder "So ist es" unter dem Post hinterlassen, zeigen sich andere unter dem Beitrag deutlich kritischer. "Stadt Düsseldorf wie lächerlich von euch! Diese Stadt ist einfach nur noch zum Schämen. Egal in welcher Lebenslage. Und Deutschland sowieso!", heißt es dort etwa oder auch: "Das ist zwar richtig, trotzdem wäre es schön, wenn Fortuna auch irgendwann mal wieder abliefern würde." Andere gehen sogar noch weiter und nehmen die Stadt selbst in die Pflicht: "Eine Landeshauptstadt muss Geld investieren und nicht für Olympia, sondern für Fortuna!", schreib ein User dazu. Ein anderer meint außerdem: "Dann hoffe ich, dass die Stadt Düsseldorf ihre Liebe endlich mal unter Beweis stellt und die Stadionmiete deutlich reduziert – und gleichzeitig die Sichtbarkeit der Fortuna endlich deutlicher macht. Immer nur ankündigen, planen, überlegen und Fortuna ganz toll finden, reicht halt nicht." OB Keller fordert Analyse und signalisiert gesprächbereitschaft Dass es dazu kommt, ist aktuell nicht ausgeschlossen. Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (CDU) jedenfalls hat nach dem Abstieg in die 3. Liga bereits eine "schonungslose Analyse" gefordert, die "zunächst Aufgabe des Vereins" sei. Der Abstieg sei "ein bitteres Saisonende" und "nicht das Ergebnis eines einzelnen Spieltages, sondern einer verkorksten Saison", so der OB im Gespräch mit "Der Westen". Keller betonte jedoch auch, dass die Stadt Düsseldorf Fortuna in der aktuellen Lage nicht allein lassen werde. Mit Vereinsvorstand Alexander Jobst stehe man in engem Kontakt. Zudem habe die Landeshauptstadt bereits signalisiert, bei der Stadionmiete für die Merkur Spiel-Arena gesprächsbereit zu sein.