Fortuna Düsseldorf: Jobst kündigt nach Abstieg knallharte Analyse an
Nach dem Abstieg von Fortuna Düsseldorf in die 3. Liga kündigt Vorstandschef Alexander Jobst eine schonungslose Aufarbeitung der Saison an – und spricht über mögliche Konsequenzen. Fortuna Düsseldorf ist in die 3. Liga abgestiegen. Und bereits jetzt scheint klar zu sein: Der Abschied aus der 2. Bundesliga wiegt schwer – und wird wohl weitreichende Folgen haben. Alexander Jobst, Vorstandsvorsitzender des Klubs, hat sich nun zu den möglichen Konsequenzen geäußert und eine umfassende Analyse der Saison angekündigt. "Es ist brutal und schmerzt extrem. Wir hatten alles in der eigenen Hand und haben eine erste Halbzeit gespielt, die absolut nicht akzeptabel war. Jeder muss sich hinterfragen: Haben wir alles auf dem Platz gelassen?", sagte Jobst zum Spiel selbst, das Fortuna mit einer desolaten Leistung 0:3 verlor. "Das tut verdammt weh – vor allem für unsere Fans und für unsere Stadt, die die letzten Wochen alles mobilisiert hat", so Jobst. Abstieg mit gleich zwei Klubs: Fortuna-Coach Ende reiht sich in unrühmliche Statistik ein "Tschüsseldorf" – So reagieren die Fans im Netz auf den Fortuna-Abstieg Nach Fortuna-Abstieg: Stadt und OB zeigen sich solidarisch – und ernten Kritik Den Abstieg bezeichnete der 52-Jährge als verdient: "Alles andere wäre Schönrederei. Der Gang in die 3. Liga wird eine Tragweite mit sich bringen, die ich heute noch nicht nennen kann." Fortuna Düsseldorf verdiene dennoch Identifikation, betonte der Vorstandsvorsitzende. "Dieser Verein hat eine riesige Kraft, wenn alle Kräfte zusammenwirken." Dies habe zuletzt leider nicht funktioniert. Den Rückhalt aus Stadt und Umfeld erkannte Jobst dennoch ausdrücklich an, sah ihn aber nicht als ausreichend auf dem Platz umgesetzt: "Durch diesen Schulterschluss waren wir überzeugt, dass wir es auf die Platte bringen. Aber wir haben es nicht geschafft." Alles müssten sich nun hinterfragen. Er kündigte an: "Jetzt geht es darum, die Scherben aufzukehren. Klar ist: Wir werden die Saison analysieren und knallhart aufarbeiten." Jobst möchte "Fortuna wieder dahin bringen, wo sie hingehört" Feststehe schon jetzt: "Der Abstieg in die 3. Liga ist eine Riesen-Fallhöhe und die müssen wir erstmal verarbeiten", so Jobst, der sich zu möglichen personellen Konsequenzen bei der Fortuna noch nicht festlegen wollte. Laut mehrerer Medienberichte sollen jedoch mehr als die Hälfte aller Vereinsangestellten von betriebsbedingten Kündigungen bedroht sein. Betroffen wären demnach alle Abteilungen des Klubs. Laut Jobst ist es jetzt allerdings noch zu früh, dazu etwas zu sagen. Er betonte jedoch: "Wir tragen Verantwortung, wir stehen zu Verantwortung. Unsere Aufgabe wird es jetzt in den nächsten Tagen sein, die richtigen Schlüsse zu ziehen, uns wieder aufzurappeln und die Fortuna wieder dahin zu bringen, wo sie hingehört." Seine eigene Zukunft sieht Jobst weiterhin bei Fortuna. Er habe mit dem Aufsichtsrat eine Vereinbarung getroffen, dass er in der 3. Liga zur Verfügung stehe und versuche, "mit allen Kräften den Karren aus dem Dreck zu ziehen".