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Nastassja Kinski: Anwalt reagiert auf Entschuldigung von Wim Wenders

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Seit über zehn Jahren kämpfte Nastassja Kinski gegen eine Nacktszene. Der Rückzug des Films kommt für ihren Anwalt zu spät. Er übt Kritik an Wim Wenders. "Obwohl ich mit 13 noch nicht so viel wusste, habe ich schon gemerkt, dass das nicht in Ordnung war", sagte Nastassja Kinski vor wenigen Tagen im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Die Schauspielerin sprach über eine Szene aus dem Film "Falsche Bewegung", die sie mit gerade einmal 13 Jahren nackt zeigt. Seit mehr als zehn Jahren versucht sie, die Szene aus dem Drama entfernen zu lassen. Alle Bemühungen blieben ohne Erfolg. Bis jetzt. Regisseur Wim Wenders hat den Film aus dem Jahr 1975 zurückgezogen. Streaming-, TV- und Vertriebspartner seien angewiesen worden, ihn nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen. "Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja" In der Mitteilung wandte sich Wenders auch direkt an Kinski: "Als Einziger der damals für 'Falsche Bewegung' handelnden Verantwortlichen, der noch da ist, sehe ich, dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen. Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber." Alice Schwarzer an Wim Wenders: "Höre auf zu reden – und handle!" Kinskis Anwalt Christian Schertz begrüßt den Schritt, übte aber zugleich Kritik. Die Entscheidung sei "längst überfällig gewesen", sagt er der "Bild"-Zeitung. "Ich bedauere zudem, dass das erst infolge des öffentlichen Drucks erfolgte, nachdem er in seiner Rede auf dem Deutschen Filmpreis zunächst versucht hat, die Verantwortung abzugeben, und das Ansinnen von Nastassja Kinski indirekt als Zensur bewertete, was wirklich infam war." Wenders hatte das Thema bereits beim Deutschen Filmpreis in seiner Dankesrede angesprochen, als er den Preis für sein Lebenswerk entgegennahm. Er sagte auf der Bühne, er verstehe viele Dinge heute besser als 1975, und lud die Filmakademie zum Dialog darüber ein, wie mit Filmen umzugehen sei, die unter einem anderen Zeitgeist entstanden seien. Christian Schertz sagt: "Man muss an dieser Stelle nochmal betonen, dass zuvor sämtliche Bemühungen von Frau Kinski und mir über mehr als zehn Jahre gescheitert waren, sie hierzu anzuhören. Zudem muss man natürlich abwarten, was jetzt konkret das Gesprächsangebot beinhaltet." Nastassja Kinski selbst äußerte sich bislang nicht zur Entscheidung von Wim Wenders.



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