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Finale der French Open im Liveticker: Schreibt Zverev Geschichte?

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Deutschlands bester Tennisspieler hat im Endspiel der French Open die große Chance auf seinen ersten Major-Titel. Dafür muss er aber einen starken Gegner schlagen. Klappt es? Ein Sieg fehlt noch zum großen Traum: Alexander Zverev will im Finale der French Open den lang ersehnten ersten Grand-Slam-Titel gewinnen. Der 29-Jährige tritt gegen den Italiener Flavio Cobolli an und ist in dem Final-Duell der Favorit. Zverev wäre der erste männliche Tennisprofi aus Deutschland, der seit Beginn der Profiära 1968 beim Sandplatz-Klassiker in Paris gewinnt. Auch der bislang letzte Grand-Slam-Erfolg eines deutschen Mannes liegt bereits 30 Jahre zurück, damals holte Boris Becker bei den Australian Open seinen sechsten und letzten Sieg bei einem der weltweit vier wichtigsten Turniere. Verfolgen Sie das Match hier live im Ticker. ++ HIER AKTUALISIEREN ++ Flavio Cobolli – Alexander Zverev 1:6, 6:4, 4:6, 4:3 4. Satz, 1:6, 6:4, 4:6, 4:3 – Das darf Zverev so nicht passieren: Flavio Cobolli sichert sich das sofortige Re-Break. Der Italiener provoziert gleich zwei Vorhand-Fehler beim Deutschen. Zverev muss über den zweiten Aufschlag gehen – und kassiert einen herrlichen Longline-Return. Applaus für Cobolli vom Publikum. Der Hamburger versucht es bei 15 über Serve-and-Volley – bleibt aber im Netz hängen. 4. Satz, 1:6, 6:4, 4:6, 3:3 – Ganz wichtig! Breakball für Alexander Zverev! Ein Doppelfehler bei 3:2, puh – das Publikum leidet mit Cobolli. Die nächste tolle Rally folgt, über 22 Schläge spielt Zverev die Bälle immer wieder auf die Rückhand zurück – ehe Cobolli unter dem Druck einbricht. Mit einem guten Return erwischt er den Italiener auf dem falschen Fuß und hat drei Breakbälle. Den ersten vergibt er mit einem leichten Vorhand-Fehler, lässt kurz den Kopf hängen. Cobolli legt einen Service-Winner mit 212 Stundenkilometern nach, wehrt auch Breakball Nummer zwei ab. Und auch Nummer drei vergibt Zverev mit einem Vorhand-Fehler. Ärgerlich, denn Cobolli wirkt hier verwundbar. Der Beweis: Ein Aufschlag mit nur 131 (!) Stundenkilometern, darauf eine Vorhand ins Aus. Wieder Breakball für Alexander Zverev – und den holt er sich. Cobolli schimpft mit sich selbst. 4. Satz, 1:6, 6:4, 4:6, 3:2 – Selbst bei Aufschlag Zverev bestimmt Cobolli hier die Rallys, zieht die Ballwechsel mit Tempowechsel an sich – aber er will einfach zu viel, verlegt gleich zweimal eine Vorhand mit unnötigem Risiko. Da kann sich der Deutsche bei seinem Gegner bedanken. Dieser streut dann einen tollen Slice ein. Zverev hat bei einem Rahmentreffer etwas Glück, lässt Cobolli viel laufen und provoziert einen weiteren Schlag ins Aus. War es das? Von wegen: Einen 208-Stundenkilometer-Aufschlag bei 15:40 kontert Cobolli mit seinem 20. Vorhand-Winner. Wahnsinn. Trotzdem bringt Zverev seinen Service durch. 4. Satz, 1:6, 6:4, 4:6, 3:1 – Eigentlich macht Zverev das gut: Er bleibt an der Grundlinie, spielt alles zurück, was Cobolli ihm anbietet. Dieser erkennt das aber und überrascht ihn mit einem Stopp. Bleibt dann aber mit einer Vorhand im Netz hängen, ärgert sich. Bei 30:30 versucht es Zverev mit einem Stopp – aber der ist zu lang. Cobolli zieht per Volley durch und schließt mit einem Service-Winner ab. 4. Satz, 1:6, 6:4, 4:6, 2:1 – Ein Vorhand-Cross mit Nachdruck auf die Linie zum 30:0, der wird Zverev guttun. Mit einem Aufschlag-Winner und einem Ass schließt er ab. Er wird sich jetzt noch fragen, wie er zu Beginn dieses Satzes das Break kassieren konnte. Zverev muss wieder mehr zu sich finden und die Ballwechsel wieder ausgeglichener gestalten. Als wäre das so leicht … 4. Satz, 1:6, 6:4, 4:6, 2:0 – Cobolli merkt: Plötzlich geht da wieder was. Wieder kommt er ans Netz, macht Druck auf den nun wieder zu verhalten spielenden Zverev und schließt per Volley ab. In einer Rally über 19 Schläge zieht der Italiener mit einem Rückhand-Longline das Tempo an, Zverev kommt nur ins Netz zurück. Über Serve-and-Volley schließt Cobolli ab und liegt 2:0 vorne. 4. Satz, 1:6, 6:4, 4:6, 1:0 – Nanu. Jetzt wackelt plötzlich Zverevs Aufschlag. Ein Doppelfehler bei 15:0, dann läuft er in einen Passierball von Cobolli. Und dann? Doppelfehler Nummer fünf – und zwei Breakbälle für den Italiener. Wieder muss Zverev über den zweiten Aufschlag, Cobolli muss gar nicht viel machen, er spürt: Bei seinem Gegenüber ist auf einmal wieder eine Unsicherheit drin. Und er hat Recht: Zverev legt den nächsten Vorhand-Cross ins Aus und gibt seinen Aufschlag ab. 3. Satz, 1:6, 6:4, 4:6 – Mit einem Break sichert sich Alexander Zverev diesen Satz. Was macht Cobolli denn da? Bei eigenem Aufschlag und 30:30 geht er – nicht zum ersten Mal in diesem Match – viel zu großes Risiko. Satzball für Alexander Zverev – und den holt er sich, weil Cobolli erneut nur im Aus landet. Der Deutsche gewinnt Satz drei durchaus verdient, weil er in der Summe hier der bessere Spieler war, Cobolli ist zwar längst im Match angekommen, leistete sich hier aber zu viele Fehler, schaffte kein einziges Break, brachte nur 50 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld. 3. Satz, 1:6, 6:4, 4:5 – Zwei Asse in Folge von Zverev. Schnell steht es 40:15 – und dann erleben wir den nächsten spektakulären Ballwechsel: Cobolli setzt einen Stopp am Netz auf die Linie, Zverev erreicht den Ball tatsächlich noch – und hebt ihn gerade noch so zum Gegenstopp auf die Seite seines Gegners. Wahnsinn. Nun serviert der Italiener gegen den Verlust des dritten Satzes. 3. Satz, 1:6, 6:4, 4:4 – Da ballt Cobolli mal wieder die Faust: Eine Vorhand ins Aus, er weiß, er muss in die Offensive, kommt ans Netz und überrumpelt Zverev mit einem Stopp. Immer wieder kommt er nun aggressiv nach vorn, bereitet mit einem Cross in die Ecke seinen Volley vor. Und holt sich sein Aufschlagspiel mit einem donnernden Vorhand-Longline. 3. Satz, 1:6, 6:4, 3:4 – Das macht Zverev hier mal wieder sehr gut. Einen Rückhand-Longline setzt er auf die Linie, beendet per Volley am Netz. Er muss wieder mehr die Offensive suchen – und tut genau das. Beim nächsten Aufschlag kommt er nach vorn, nagelt Cobolli auf die Linie und schließt vorne erneut per Volley ab. Zverev hält die Punkte kurz. Ein Service-Winner zum 40:0, ein sauberer Rückhand-Longline, und er führt wieder. Der Deutsche findet gerade wieder etwas besser zu seinem Spiel, stellt Cobolli wieder vor schwierigere Aufgaben. Lässt sich der Italiener davon beeindrucken? 3. Satz, 1:6, 6:4, 3:3 – Zverev erwischt Cobolli auf dem falschen Fuß, der Italiener will Druck machen, variieren, kommt nach vorn – und läuft genau in eine Rückhand des Deutschen. Mit einem Vorhand-Winner auf die Linie kontert er, legt einen Service-Winner nach und bringt seinen Aufschlag am Ende mit einem Volley durch die Mitte durch. 3. Satz, 1:6, 6:4, 2:3 – Zverev ringt hier um Kontrolle. Mit einem Aufschlag-Winner stellt er schnell auf 40:15, schließt ab und bleibt hier in Führung. 3. Satz, 1:6, 6:4, 2:2 – Na, überlegt Cobolli jetzt zu viel? Bei 0:15 geht er mit einem Vorhand-Inside-Out viel zu hohes Risiko, legt den Schlag ins Aus. Zverev verteidigt hier gut. Eine weitere Rückhand ins Aus, und Alexander Zverev hat plötzlich wieder zwei Breakbälle. Eine komische Phase gerade im Match, Cobolli muss schon über den zweiten Aufschlag gehen – und der Deutsche kann trotzdem keinen Profit daraus schlagen. Da ärgert er sich, zurecht. Cobolli spielt unter Druck Serve-and-Volley, stellt auf Gleichstand. Wieder muss er über den Zweiten gehen – und wieder findet Zverev keine Antwort. Er schaut und gestikuliert zu seiner Box. Mit einer Vorhand auf die Linie schließt Cobolli seinen Service ab. Da war mehr drin für Deutschlands besten Tennisspieler. 3. Satz, 1:6, 6:4, 1:2 – Auch bei 40:0 hat Zverev aktuell noch einen Wackler drin. Doppelfehler Nummer drei, ein Raunen geht durchs Publikum. Immerhin schließt er mit einem Service-Winner ab, feuert sich danach selbst an. 3. Satz, 1:6, 6:4, 1:1 – Cobolli nimmt hier gut das Tempo raus, bringt zunehmend auch mal den Slice ein – und Zverev kommt damit nicht zurecht. Eine Rückhand im Aus, und es steht 40:15 für Cobolli bei eigenem Aufschlag. Mit einem Service-Winner schließt er ab. 3. Satz, 1:6, 6:4, 0:1 – Ob ihm das wieder mehr Sicherheit bringt? Seinen Aufschlag zu Beginn dieses dritten Satzes bringt Zverev souverän durch. 2. Satz, 1:6, 6:4 – Ein Ass auf die Linie zum 30:15, ein Rückhand-Longline mit vollem Risiko, und er hat zwei Satzbälle. Schon den ersten verwandelt er: Er kommt nach vorn, sein Volley ist nicht genau genug, aber Zverev tut ihm den Gefallen, nur ins Netz zurückzuspielen. Dieser zweite Satz geht völlig verdient an Flavio Cobolli, der sich über den Verlauf dieses Durchgangs zurückgekämpft und immer besser zu seinem Spiel gefunden hat. Anders Alexander Zverev. Der Hamburger wirkt zunehmend verunsichert, hadert mit sich, schaut fragend zur Box. Er leistete sich auch viel mehr Fehler: 14 unerzwungene Fehler hat er sich in diesem Durchgang geleistet, im ersten waren es nur neun. 2. Satz, 1:6, 5:4 – Das Spiel hat sich über diesen zweiten Satz nun wirklich komplett gedreht: Nun ist es Flavio Cobolli, der die Ballwechsel dominiert, viel läuft, jeden Ball noch von der Linie kratzt und auch offensiv zu seinem Spiel gefunden hat. Zverev muss dagegen um jeden Punkt kämpfen. Bei 40:30 kassiert er einen herrlichen Vorhand-Return zum Gleichstand. "Olé olé" stimmen die Zuschauer an. Sie sehen jetzt endlich ein richtiges Match. Zverev reagiert, sucht die Lösung am Netz, stellt per Volley auf Vorteil. Aber Cobolli bleibt im Spiel, kommt selbst nach vorn, setzt den Deutschen unter Druck. Wieder Gleichstand. Zverev legt ein Ass nach – auch das hilft nicht, der Italiener kontert in der Folge-Rally erneut mit einem tollen Return. Das ist jetzt irres Tennis von beiden. Fast zehn Minuten dauert dieses Aufschlagspiel, ehe Zverev mit einem Volley auf die Linie doch abschließt. Nun kann Cobolli zum Satzgewinn servieren. 2. Satz, 1:6, 5:3 – Da ist Zverev plötzlich zu passiv. Cobolli reißt diese Partie im zweiten Satz gerade immer mehr an sich. Mit einem Vorhand -Inside-Out stellt er auf 30:15, legt einen Passierball nach. Mit einem Volley nach einem 200-Stundenkilometer-Aufschlag führt Cobolli nun 5:3. Der Deutsche weiß indes gerade gar nicht, wie ihm geschieht, das ist keine gute Entwicklung aus seiner Sicht, er braucht dringend wieder mehr Sicherheit. 2. Satz, 1:6, 4:3 – Was für ein Punkt. Cobolli holt sich das Break! Der Italiener durchlebt gerade ein Wechselbad der Gefühle. Erst schlägt er einen Return ins Netz, schreit laut auf, verlegt dann den nächsten Schlag. Einen Stopp von Zverev erläuft er, antwortet mit einem Gegenstopp – und den bringt Zverev nur ins Netz zurück. Dann überrascht er Zverev mit einem tollen Longline-Passierball, ballt die Faust. "Flavio! Flavio!" hallt durch den Chatrier. Mit Erfolg: Zverev ist mit einer Vorhand zu lang, und der Italiener hat zum ersten Mal in diesem Match Breakball. Die beiden liefern sich nun eine tolle Rally über 23 Schläge, der Hamburger zieht immer wieder das Tempo an, Cobolli bringt einen scharfen Vorhand-Cross nach dem nächsten zurück – ehe ihm der Deutsche keine Chance mehr lässt. Am Netz stellt er auf Vorteil. Leistet sich dann aber seinen ersten Doppelfehler der Partie, ausgerechnet jetzt. Und wie reagiert er? Mit seinem ersten Ass der Partie. Kann man mal so machen. Aber Cobolli bietet ihm nun immer besser Paroli, stellt mit einem gefühlvollen Stopp einmal mehr auf Gleichstand. Beide fordern sich nun auf höchstem Niveau. Zverev steht konzentriert auf der Linie, streut selbst einen Stopp ein. Aber mittlerweile leistet er sich deutlich mehr Fehlschläge als noch zuvor. Er muss den Punkt nur noch zumachen, legt eine Rückhand aber ins Aus. Leistet sich dann den nächsten Doppelfehler. Nächste Breakchance für den Italiener – und die nutzt er, weil Zverev erneut im Aus landet. Dreht sich hier jetzt das Spiel? 2. Satz, 1:6, 3:3 – Ein unmöglicher Schlag von Zverev. Aus dem Druck von Cobolli bei 15:40 befreit er sich mit einem herrlichen Rückhand-Longline, den er gerade noch auf die Linie dreht. Aber Cobolli fasst sich ein Herz, bleibt dran – und hat nun endlich auch mal Glück: Wieder ein Netzroller, aber jetzt mit gutem Ausgang für ihn. 2. Satz, 1:6, 2:3 – Da erwischt Zverev seinen Gegner mit einer Vorhand komplett auf dem falschen Fuß. Ein Service-Winner mit 213 Stundenkilometern. Er gewinnt aktuell 82 Prozent seiner ersten Aufschläge. Zum Abschluss setzt er einen Aufschlag in Cobollis Ecke, lässt den Return ins Feld abtropfen. Und hat das Publikum erst einmal wieder beruhigt. 2. Satz, 1:6, 2:2 – Trotzdem: Cobolli hat mittlerweile seinen Touch besser gefunden. Ein schöner Stopp zum 30:0, dann setzt Zverev mal eine Rückhand ins Aus. Cobolli kommt nach vorne, schließt seinen Aufschlag per Volley ab. Danach heizt er das Publikum an, will zurück ins Match finden. 2. Satz, 1:6, 1:2 – Zverev will bei seinem Gegner aber gar keine große Hoffnung aufkommen lassen. Ein Vorhand-Inside-Out – selten gesehen vom Deutschen. Einen Aufschlag-Winner setzt er nach, forciert einen weiteren Fehler bei Cobolli. Und schließt mit dem nächsten Vorhand-Winner ab. Da kann der Italiener nichts machen. Zverev macht das hier wirklich gut, passt sein Spiel an seinen im Vergleich zum ersten Durchgang nun doch merklich verbesserten Gegner an, muss sich auch selbst nochmal steigern – das scheint ihm gut zu tun, es glückt ihm bisher. 2. Satz, 1:6, 1:1 – "Come on!" ruft sich Cobolli zu, als er 15:0 in Führung geht. Er muss jetzt auch aggressiver spielen, mal schauen, ob er das nachhaltig verinnerlicht hat. Mit einem Aufschlag-Winner setzt er nach, kommt nach vorn ans Netz, setzt eine Vorhand voll auf die Linie, Zverev kann nur ins Aus zurückspielen. Cobolli ist jetzt auch bei jedem Schlag lautstark zu hören, spricht sich Mut zu. Mit einem Ass schließt er ab. Hat er nun ins Match gefunden? 2. Satz, 1:6, 0:1 – Es geht weiter wie im ersten Satz: Zverev dominiert, Cobolli gelingt so gut wie nichts. Der Deutsche bereitet ihm immer wieder mit seinem Vorhand-Cross Probleme. Seinen Aufschlag bringt Zverev souverän durch. 1. Satz, 1:6 – Symptomatisch: Cobolli kommt bei eigenem Aufschlag nach vorn – und legt einen Drop-Shot ins Netz. Das Publikum stöhnt auf. Da lässt der Italiener wirklich viel liegen. Er ist noch überhaupt nicht in diesem Finale angekommen. Dann hat Zverev Glück mit einem Netzroller, unerreichbar für Cobolli, der flehend nach oben schaut, mit dem Tennis-Gott hadert. Aber was soll dieser denn tun, wenn Cobolli ständig mit seiner Rückhand im Aus landet? Break- und Satzball für Zverev. Mit einem Vorhand-Cross schließt er ab und holt sich diesen ersten Satz klar und deutlich. 6:1 – ein Ausrufezeichen des Deutschen. Er dominiert hier, ihm gelingen die wichtigen Schläge, er bleibt konzentriert – während bei Flavio Cobolli noch überhaupt nichts zusammenläuft. 1. Satz, 1:5 – Cobolli meckert, hadert mit sich selbst. Wieder landet er mit einer Rückhand im Aus. Zverev leistet sich einen Vorhand-Fehler, bleibt aber konzentriert. Er zieht direkt wieder an, macht Druck – und provoziert einen weiteren Fehler seines Gegners. Da sitzt einfach kaum ein Schlag. Wieder fliegt eine Rückhand des Italieners nur ins Netz. Mit einem starken Service-Winner stellt er auf 5:1. Jetzt serviert Cobolli gegen den Satzverlust. 1. Satz, 1:4 – Nächstes Break für Alexander Zverev. Hier läuft gerade sehr viel für den Weltranglistendritten. Cobolli atmet tief durch. Er scheint gerade zu überlegen, was er machen soll. Denn Zverev bringt ihm alles zurück, was er ihm anbietet – und ihm selbst unterlaufen wiederholt Fehler. Eine Vorhand ins Aus, und Zvrev kratzt am nächsten Break. Wieder riskiert Cobolli zu viel, donnert den nächsten Vorhand-Cross ins Aus. Danach dreht er sich fragend zu seinem Vater, der ihn trainiert, in der Box um, zickt mit den Schultern. Zwei Breakbälle für Zverev. Schon den ersten nutzt er – weil Cobolli mit einem Stopp im Netz landet. 1. Satz, 1:3 – Puh. Durchatmen bei Zverev. Ein Lob ist zu hoch, Cobolli bekommt ihn – und legt seinen einfachen Volley ins Aus. Beim Italiener sitzen die Schläge einfach weiter nicht. Bei Zverev schon. Ein Vorhand-Winner zum 30:0, dann kommt er nach einem starken Cross in die Ecke nach vorn und schließt am Netz per Volley ab. Cobolli aber ringt darum, ins Match zu kommen. Zverev entscheidet sich für die falsche Ecke, lässt seinem Gegner Platz für einen tollen Rückhand-Longline. Achtungsapplaus vom Publikum. Mit einer Vorhand direkt auf die Linie schließt Zverev aber ab. 1. Satz, 1:2 – Da hat Zverev Pech. Mit einer Vorhand auf die Linie will er das Tempo anziehen, landet aber knapp im Aus. Er macht das trotzdem sehr gut hier in dieser Phase, verteidigt stark. Gegen einen Vorhand-Longline von Cobolli exakt in die Ecke kann er trotzdem nichts ausrichten. In der nächsten Rally verzieht der Deutsche dann einen Vorhand-Cross. Unglücklich, weil Cobolli hier fast konsequent nur über den zweiten Aufschlag kommt, da muss der Hamburger mehr draus machen. Mit einem Vorhand-Winner bringt sich Cobolli nun auch auf die Anzeigetafel. 1. Satz, 0:2 – Mit einer gewaltigen Vorhand stellt Zverev auf 40:15, bleibt konzentriert auf der Linie. Und schließt sein Aufschlagspiel mit einem Service-Winner ab. Der Deutsche bestätigt hier direkt das Break, ist zu Beginn der dominante Spieler hier auf dem Chatrier. 1. Satz, 0:1 – Topstart für Zverev, er holt sich direkt das Break! Cobollis Schläge sitzen hier noch nicht so richtig. Er muss direkt über den zweiten Aufschlag gehen, landet dann mit einer Rückhand im Aus. Dann leistet er sich einen Doppelfehler. Erst beim dritten Punkt ist er dann mal erfolgreich, legt einen Service-Winner auf. Aber Zverev verteidigt gut – und hat direkt zwei Breakbälle. Den ersten wehrt der Italiener ab, beim zweiten hat er zuerst bei einem Netzroller Glück, hält die Rally aber lang – und Zverev schlägt eine Rückhand ins Netz. Gleichstand. Cobolli geht in die Offensive, kommt fürs Serve-and-Volley nach vorn – aber seinen Versuch bekommt Zverev noch, landet mit seinem Lob aber Zentimeter im Aus. Dann hat der Deutsche großes Glück, eine Rückhand tropft von der Netzkante in die Hälfte von Cobolli, der nicht mehr rankommt. Erneut geht es über Gleichstand. Mit einem Vorhand-Inside-Out riskiert der Italiener zu viel, setzt den Schlag ins Seitenaus. Nächste Breakchance für Zverev. Die wehrt Cobolli mit einem Service-Winner ab. Er versucht es nun mit einem Stopp, ist dabei aber zu zögerlich, auch Zverev kommt nach vorn, schließt ins offene Feld ab – und hat Breakball Nummer vier. Wieder verteidigt er hervorragend, Cobolli schlägt mit einem Rahmentreffer weit ins Aus – und Zverev holt sich das Aufschlagspiel seines Gegners. Vor dem Match – Stuhlschiedsrichter Damien Dumusois ruft zum Match. Es geht los. Cobolli hat zuerst Aufschlag. Vor dem Match – Jetzt spielen sich beide noch ein wenig ein, dann geht es los mit dem Finale der French Open 2026. Vor dem Match – Nun betritt Zverev den Platz. Auch für den Favoriten gibt es natürlich stehende Ovationen im Court Philippe-Chatrier. Er wirkt hochkonzentriert, winkt verhalten ins Publikum. Vor dem Match – Der Matchstart rückt näher. Cobolli absolviert zuerst den Weg aus der Umkleide auf den Court und wird mit großem Applaus empfangen, es gibt Standing Ovations. Vor dem Match – Seine drei bisherigen Grand-Slam-Finals hat Zverev alle verloren: 2020 bei den US Open fehlten ihm im Match gegen seinen österreichischen Kumpel Dominic Thiem zwei Punkte zum Sieg. 2024 in Paris musste er sich im Fünfsatz-Krimi Carlos Alcaraz geschlagen geben. Und im Vorjahr war er bei den Australian Open gegen Jannik Sinner chancenlos. Ein wohl noch größerer Rückschlag war das Halbfinale in Roland Garros 2022, als sich Zverev auf Augenhöhe mit dem spanischen Sandplatz-König Rafael Nadal präsentierte, dann aber umknickte und sich schwer am Fuß verletzte. Die Bilder, wie der Deutsche im Rollstuhl vom Platz gefahren wurde, bleiben in Erinnerung. Jetzt aber kann sich Zverev für das Aushalten all des Schmerzes, der Rückschläge und auch Zweifel belohnen. Vor dem Match – Der Deutsche zollte seinem Gegenüber vor dem Match bereits Respekt. "Er ist super talentiert, super jung, er verbessert sich immer wieder", sagte Zverev. Dass der 24-jährige Cobolli im Halbfinale gar nicht spielen musste, weil sein Gegner und Landsmann Matteo Arnaldi krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste, mache für ihn "keinen Unterschied", meinte Zverev: "Ich fühle mich gut, ich habe auch keine brutal langen Matches gehabt." Vor dem Match – Zverev und Cobolli trafen bisher übrigens viermal aufeinander, mit klar positiver Bilanz für den Hamburger: In drei der Matches konnte er sich durchsetzen, zuletzt vor wenigen Wochen beim Masters in Madrid gab es im Viertelfinale einen klaren 6:1, 6:4-Sieg.



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