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"Maischberger": Ex-Trigema-Chef Grupp reagiert auf Weidel-Fake-Bild

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Wolfgang Kubicki erklärt bei "Maischberger", was diesseits der Brandmauer mit der AfD machbar wäre. Wolfgang Grupp hat nichts gegen Alice Weidel. Wolfgang Kubickis Wahl zum FDP-Parteivorsitzenden wurde von Warnungen überschattet, die Liberalen könnten sich unter ihm der AfD annähern. Bei "Maischberger" präzisierte Kubicki am Dienstagabend nun, wie viel Nähe er für vertretbar hält. Stimmen der AfD für einen FDP-Antrag würde er im Landtag akzeptieren – selbst wenn das Vorhaben nur dank der AfD-Unterstützung realisierbar wäre. "Ja, selbstverständlich", sagte Kubicki und nannte es "absurd", etwa den Bau eines Krankenhauses daran scheitern zu lassen. Die Gäste Wolfgang Kubick i, FDP-Bundesvorsitzender Wolfgang Grupp , Unternehmer Iris Sayram , Journalistin (ARD-Hauptstadtbüro) Susanne Gaschke , Journalistin ("Neue Zürcher Zeitung") Marcel Reif , Sportjournalist Wenn demokratische Parteien Anträge nicht mehr stellen würden, weil die Gefahr bestehen könnte, dass die AfD zustimmt, würden sie von den Menschen nicht mehr ernst genommen, warnte Kubicki. Hinter dieser "Verweigerung von Auseinandersetzung" werde die AfD immer stärker. "Maischberger": FDP + AfD? Eine Zusammenarbeit oder gar Koalition mit der AfD sei aber ausgeschlossen, betonte der neue FDP-Chef bei "Maischberger": "Keine gemeinsamen Anträge – machen Sie sich keine Gedanken." Er könne nicht mit Leuten koalieren, die aus der EU oder der Nato austreten wollten und damit Deutschlands Sicherheit gefährdeten. Oder mit Menschen, laut denen das größte Glück darin bestehe, in einer "Volksgemeinschaft" aufzugehen. "Wir müssen in einer Demokratie mit allen sprechen", forderte am Ende dieser Ausgabe von "Maischberger" auch der Unternehmer Wolfgang Grupp . Ein Fake-Bild, das den ehemaligen Trigema-Chef mit AfD-Chefin Alice Weidel zeigte, hatte vor einiger Zeit für Aufsehen gesorgt. "Ich meine, ich habe nichts gegen Frau Weidel", erklärte Grupp. Es sei aber Aufgabe des Rechtsstaates, hier einzuschreiten und zu verhindern, dass durch KI-manipulierte Bilder Leute "kompromittiert" würden. Im deutschen Rechtsstaat sei aber mittlerweile der Anständige der Dumme. Grupp erzählte in der Talkshow freimütig, wie er in den 80er Jahren einem CDU-Landtagskandidaten zum Wahlsieg verholfen hatte. Aus dem CDU-Kreisverband Sigmaringen habe ihn damals die Bitte erreicht, "ob ich nicht ein paar Mitarbeiter in die CDU bringen könnte, damit die den Kandidaten durchkriegen. Da habe ich gesagt: Das ist für mich kein Problem. Wenn ich meine Mitarbeiter um etwas bitte, dann tun die das." Grupp ließ sich von CDU einspannen Binnen acht Tagen hatte Grupp nach eigenem Bekunden 120 Beschäftigte zu CDU-Mitgliedern gemacht. Der Kandidat wurde auch mithilfe ihrer Stimmen gewählt. Maischberger lachte ob des freimütigen Bekenntnisses, doch Grupp betonte: "Da bin ich stolz." Er selbst sei zwar auch in die CDU ein-, aber sofort wieder ausgetreten. Denn nachdem Kritik an seiner Rolle aufgekommen sei, habe ihn der Kreisverband nicht unterstützt. In die Kritik aus der Wirtschaft an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wollte Grupp in der Talkshow nicht einstimmen. Er müsse als Unternehmer seine Probleme selbst lösen und könne nicht auf die Politik warten. Grupp teilte aber Merz' Kritik am Bedürfnis nach Work-Life-Balance. "Da können wir nicht unsere Wirtschaft aufrechterhalten", sagte der Ex-Trigema-Chef. Work-Life-Balance könne man nach der Fünftagewoche am Wochenende genießen. Grupp über Suizidversuch Grupp hatte Ende 2023 nach 55 Jahren an der Firmenspitze Trigema an seine beiden Kinder und seine Ehefrau übergeben. Im Juli 2025 versuchte er, sich das Leben zu nehmen. Nachts hätten ihn Gedanken wie "Zu was bist du eigentlich noch da?" gequält, berichtete der 84-Jährige im Gespräch mit Sandra Maischberger . Am Ende sei er zum Schluss gekommen: " Dann kann ich ja gleich gehen." Er hatte anschließend die Diagnose "Altersdepression" erhalten, diese öffentlich gemacht und nach eigenem Bekunden 2.000 Briefe von Menschen in ähnlicher Situation erhalten. Er bereue den Suizidversuch. "Aber es ist passiert", sagte Grupp. "Ich habe mein Leben gelebt und bin jederzeit bereit abzudanken", sagte er. Kubicki fühlt sich fit Kubicki dagegen sprach über die Zukunft. Er hatte sich eigentlich schon aus der Spitzenpolitik zurückgezogen. "Ich fühle mich fit", sagte der 74-Jährige in der Talkshow, betonte jedoch: "Ich bin nicht die Zukunft der FDP , aber die Partei braucht eine Zukunft." Die Kampfkandidatur seiner parteiinternen Konkurrentin Agnes Strack-Zimmermann schien ihn immer noch umzutreiben. Spätestens während der vier Stunden, die sie auf dem Parteitag gesessen hatten, hätte Strack-Zimmermann ihn von ihrer spontanen Kandidatur unterrichten können, kritisierte Kubicki. Aber jetzt sei es egal: "Die Schlacht ist geschlagen." Strack-Zimmermann hatte 40 Prozent der Delegiertenstimmen erhalten. Spekulationen über eine Spaltung der FDP wies Kubicki als "völlig absurd" zurück. Jetzt würden sich alle hinter der Führungsmannschaft versammeln. Konkrete Beweise für einen angeblichen Rechtsruck auch durch den neuen FDP-Generalsekretär Martin Hagen gebe es nicht. Kubicki sprach von einem lediglich "allgemeinen Gefühl", das sich daraus speise, dass Hagen früher Geschäftsführer der rechtskonservativen Denkfabrik Republik21 war. Hagen hatte die Brandmauer als "Popanz" bezeichnet. Im Gegensatz zu Grupp hielt Kubicki mit Kritik an Merz nicht hinter dem Berg. Der Bundeskanzler verstehe nach Jahren in der Privatwirtschaft offenbar nicht mehr, wie das politische System funktioniere. Der Liberale attestierte Merz eine "unglaublich schlechte" Kommunikation sowie ein "unterirdisches Erwartungsmanagement". Öffentlich auf den Koalitionspartner zu schimpfen, könne man sich nur erlauben, wenn man Alternativen habe. Hinweis der Redaktion: Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.



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