Schnell, unaufhaltsam und rasant: "Lola rennt" brachte 1998 bisher unbekanntes Tempo in deutsche Kinos und sorgte für internationales Aufsehen. Der deutsche Film galt lange Zeit als verkopft und schwerfällig. Zwar lockten Komödien wie "Der bewegte Mann" oder "Das Superweib" in den 1990er-Jahren viele Zuschauer ins Kino, doch international blieben deutsche Produktionen wenig attraktiv. Regisseur Tom Tykwer schaffte es jedoch mit "Lola rennt", das Interesse aus dem Ausland zu wecken. Darum geht es in "Lola rennt" Ganove Manni (Moritz Bleibtreu) soll 100.000 Mark für seinen Boss abliefern. Der Plan scheitert jedoch und er verliert das Geld in Berlin . In seiner Verzweiflung wendet er sich an seine Freundin Lola, die ihm verspricht, ihm aus der Klemme zu helfen. Für Lola beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Lediglich 20 Minuten bleiben ihr, um das verlorene Geld aufzutreiben. Jede Entscheidung und jede Sekunde können das Schicksal von Manni beeinflussen. Doch was, wenn es andere Möglichkeiten gäbe? So sehenswert ist "Lola rennt" Chancen, Möglichkeiten und Abzweigungen: Tom Tykwer verknüpft diese Themen mit einem atemberaubenden Tempo und trifft damit den Nerv der Kritiker. Laut dem Bewertungsportal "Rotten Tomatoes" lieben 93 Prozent der Kritiker "Lola rennt". Ähnlichen Zuspruch erhält das Werk von Publikumsseite, von der sich 90 Prozent positiv äußern. Die Filmdatenbank "IMDb" vergibt 7,6 von 10 Punkten. "Lola rennt" läuft am Sonntag, 14. Juni 2026, um 21.40 Uhr auf Arte . Wer den deutschen Thriller im TV verpasst, kann ihn bei Netflix streamen . Noch kein Abo? Mit Magenta TV erhalten Sie Disney+, Netflix , RTL+, Apple TV, Dazn , Paramount+ und WOW zum Vorteilspreis in einem Abo . Internationaler Erfolg Als "Lola rennt" in den Kinos startete, begann der erfolgreiche Lauf für den Film. Insgesamt gewann das Werk 28 Preise und erhielt 21 Nominierungen. So erhielt Hauptdarstellerin Franke Potente den "Bambi" in der Kategorie „Beste Schauspielerin national“. Gleich sieben Deutsche Filmpreise gingen an die gesamte Produktion, inklusive "Film des Jahres", "Beste Regie" und "Beste Bildgestaltung". Bei den britischen BAFTA Awards, die als Pendant zum Deutschen Filmpreis gelten, konnte sich "Lola rennt" über eine Nominierung für die Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" freuen. Weitere Preise gab es unter anderem bei den Florida Film Critics Circle Awards, dem Sundance Film Festival oder den European Film Awards. Tom Tykwer auf der Überholspur Nach dem unvergleichbaren Erfolg stieg das weltweite Interesse an Regisseur Tom Tykwer rasant. Er drehte mit internationalen Schauspielern wie Cate Blanchett ("Heaven"), verfilmte Bestseller wie "Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders" und realisierte cineastische Großprojekte ("Cloud Atlas"). Zuletzt feierte Tykwer mit der deutschen Serie "Babylon Berlin" erneut einen Erfolg. Basierend auf den Romanen von Volker Kutschers Kriminalromanen, entwickelte er zusammen mit Achim von Borries und Hendrik Handloegten die bisher vier erschienenen Staffeln. Die fünfte und finale Staffel ist bereits abgedreht und soll laut "SWR" im Sommer 2026 ausgestrahlt werden.