Norwegens Royals: „Sie ist diejenige, die heute wirklich fehlt“
Kronprinz Haakon und Mette-Marit leiten eine Stiftung, die seit 25 Jahren besteht. Da sie erkrankt ist, muss er das Jubiläum allein begehen – und blickt auf die Anfänge zurück.
Eigentlich sollte es ein feierlicher Höhepunkt ihrer Beziehung sein: Die norwegischen Royals Haakon und Mette-Marit legten vor 25 Jahren gemeinsam den Grundstein für den „Kronprinsparets Fond“, eine Stiftung, die sich vor allem für die Förderung und Unterstützung junger Menschen einsetzt. Die Stiftung ist ein zentrales Projekt des Kronprinzenpaares.
Die Jubiläumsfeier musste Haakon jedoch ohne seine Frau absolvieren. Sie leidet an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose und konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht erscheinen. In seiner Rede sprach er aber viel von Mette-Marit – und von den Anfängen ihrer Beziehung, in der sie die Idee für die Stiftung hatten.
Mette-Marit fehlt bei Feierlichkeiten
„Die Kronprinzessin lässt Sie grüßen“, sagte Haakon in seiner Rede. „Sie ist diejenige, die heute wirklich fehlt. Sie wäre natürlich sehr gerne dabei gewesen und hätte mit uns gefeiert. Da es ihr gesundheitlich nicht gut geht, ist es ihr heute nicht möglich, aber sie ist genauso sehr ein Teil davon wie ich und Sie alle. Sie ist in Gedanken bei uns.“
Haakon gab in der Rede ebenfalls Einblicke in die Anfänge der Beziehung zwischen ihm und Mette-Marit: „An einem strahlend schönen Junitag vor 25 Jahren saßen Mette-Marit und ich im Auto auf dem Weg nach Kristiansand.“ Die heutige Kronprinzessin wurde in der Stadt geboren, das spätere Ehepaar lernte sich dort kennen.
Zwei Monate später, am 25. August 2001, heirateten die beiden im Osloer Dom. Die Hochzeit der bürgerlichen, alleinerziehenden Mutter und des norwegischen Thronfolgers war ein Großereignis, das als moderne Märchenhochzeit gefeiert wurde.
„Wir waren jung, wir waren verliebt“
Zu dieser Zeit wurde auch der Kronprinsparets Fond begründet. „Wir waren jung, wir waren verliebt“, erzählt Haakon weiter. „Wir glaubten daran, dass es wichtig ist, die Welt zu verändern. Wir hatten Tatendrang.“ Sie entschieden sich für den noch heute gültigen Zweck ihrer Stiftung: junge Menschen zu stärken, damit sich jeder zugehörig fühlt und teilnehmen kann, so Haakon.
„Jetzt, da die Kronprinzessin schwer krank ist, ist es sehr schön und gleichzeitig auch traurig, an diesen Tag zurückzudenken“, sagte er weiter. „Ich wünschte, sie könnte heute hier bei uns sein. Diese Autofahrt war entscheidend für unser Fundament als Kronprinzenpaar – und dafür, dass wir heute alle hier versammelt sind.“
Quellen:kongehuset.no
