Hanka Rackwitz: Dschungelcamp-Star arbeitet jetzt in einer Kneipe
Hanka Rackwitz ist vielen aus dem Fernsehen bekannt, kämpfte im RTL-Dschungelcamp einst um die Krone. Heute verdient sie ihr Geld auf andere Weise. Hanka Rackwitz hat ein neues Kapitel aufgeschlagen. Einer breiten Masse war die gebürtige Merseburgerin durch ihre Teilnahme an der Realityshow "Big Brother" im Jahr 2000 bekannt geworden. Es folgten weitere TV-Auftritte wie 2017 im RTL-Dschungelcamp. Inzwischen sieht ihr Leben ganz anders aus. Denn die 57-Jährige hat im kleinen Ort Freist in Sachsen-Anhalt den traditionsreichen "Dorfkrug" übernommen. Rackwitz möchte damit nicht nur eine Gaststätte betreiben, sondern auch einen Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft schaffen. Für Rackwitz ist dieser Neuanfang auch aus persönlicher Sicht bemerkenswert. Über viele Jahre litt sie unter Zwängen und Ängsten, über die sie 2017 im Dschungelcamp öffentlich sprach. Dass sie einmal selbst eine Gastwirtschaft führen würde, erschien ihr lange undenkbar. Bei RTL erklärte sie: "Wenn ich die Zwänge noch hätte, würde nichts von dem gehen, was ich hier tue", und führte als Beispiel an, nun etwa fremden Urin weggewischt zu haben. "Möchte Menschen eine gute Zeit machen" Auf den leer stehenden "Dorfkrug" inklusive Bowlingbahn und Biergarten wurde sie nach eigenen Angaben durch einen Bekannten aufmerksam. Bürgermeister Jens Denner sowie zahlreiche Einwohner hätten sich zudem dafür ausgesprochen, die Gaststätte wiederzubeleben. Rackwitz plant nun, dort Karaoke-Abende, Bingo-Veranstaltungen und ein Sonntagsbrunch mit Picknickdecke zu veranstalten. Ihr Ziel beschreibt sie so: "Ich möchte Menschen eine gute Zeit machen". Unterstützung erhält sie dabei von ihrem früheren Partner Pierre, der bei den Umbauarbeiten und den Vorbereitungen hilft. Zur Eröffnung des "Dorfkrugs" am vergangenen Sonntag kamen nach Angaben des RTL-Berichts rund 40 Gäste. Bis zum Dorffest im September soll die Gaststätte wieder ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Freist werden. "Ich war einsam und arm" Nach dem Dschungelcamp war Rackwitz weitestgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden, feierte erst 2025 im "Sommerhaus der Stars" ein TV-Comeback. Später sagte sie der "Zeit", wie sie sich während ihres Rückzugs finanziell über Wasser hielt: "Meine Ersparnisse brauchte ich auf, sieben Jahre lebte ich von Sozialleistungen. Ich war einsam und arm." Ihre Mutter habe ihre Miete gezahlt und ihre Schwester für sie eingekauft. Regelmäßig sei ein Betreuer vorbeigekommen, der ihren Briefkasten leerte: "Darin lag eines Tages der vorläufige Rentenbescheid. 280 Euro im Monat sollten es mal sein."