König Charles: Britischer Royal macht Finanzen und Steuern öffentlich
Als Monarch muss Charles keine Rechenschaft über seine Steuern geben. Doch nun soll es mehr Transparenz geben. Überraschende Nachricht aus dem britischen Königshaus: König Charles III. will seine private Steuererklärung öffentlich machen. Er wolle sie am Donnerstag zusammen mit den königlichen Finanzunterlagen offenlegen, berichtet unter anderem die britische BBC. Der König habe die Entscheidung selbst getroffen, hieß es in dem Bericht. Aus dem Buckingham Palast gab es eine kurze Stellungnahme: Demnach sei die Veröffentlichung ein Schritt "zu mehr Transparenz" und soll "ein breiteres Verständnis für unsere Rechenschaftspflicht fördern". Erstmals seit vier Jahren: König Charles soll seine Enkel wiedersehen Beim Ascot-Besuch: William und Kate teilen privates Pärchenbild Herzogtum ist Haupteinnahmequelle Mit der Entscheidung sollen die Steuerzahlungen von Charles zwischen 2024 und 2025 öffentlich werden. Dazu gehören die Steuern auf seine Einkommen, zum Beispiel von seinen Immobilien, aus seinen Investitionen und von seinen Palästen in Sandringham östlich von London und Balmoral in Schottland . Auch wenn es das erste Mal ist, dass ein Monarch in Großbritannien seine Steuern öffentlich erklärt, hat Charles als Prinz bereits dargelegt, wie viel Steuern er bezahlte. Als König ist er dazu nicht verpflichtet, auch nicht zur Zahlung von Einkommensteuer , Erbschaftsteuer oder Zinsen aus Investments. Charles zahlt aber freiwillig Einkommensteuer und Steuer auf seine Gewinne aus Investitionen. Erstmals werden die Gewinne aus dem Herzogtum Lancaster, die sich im vergangenen Jahr auf etwa 24 Millionen Pfund (etwa 27 Millionen Euro) beliefen, öffentlich. Es ist die Haupteinnahmequelle von Charles, zu dem Herzogtum gehören Ländereien im Norden Englands und Immobilien im Zentrum Londons. Seit 2021 wird die staatliche Finanzierung der Royals über den Sovereign Grant geregelt. Er deckt die offiziellen Ausgaben der Königsfamilie ab, Kosten für Reisen und Instandhaltung des Königspalasts und finanziert sich aus den Einkommen der königlichen Besitztümer. Festgelegt wird er vom Parlament. Im vergangenen Jahr betrug er 137,9 Millionen Pfund, etwa 159,1 Millionen Euro. Immer wieder Kritik an Ausgabe der Royals Die Entscheidung, mehr Transparenz zu schaffen, scheint der Stimmung in der Öffentlichkeit zu entsprechen. Nach den Skandalen um Andrew Mountbatten-Windsor gehörten auch britische Abgeordnete zu denjenigen, die mehr Offenheit hinsichtlich der finanziellen Angelegenheiten des Königshauses forderten. Immer wieder gibt es Kritik an den Ausgaben der Königsfamilie. Vor wenigen Wochen war herausgekommen, dass Andrew Mountbatten-Windsor, der ehemalige Prinz, Teile seiner royalen Unterkünfte vermietet hat. Der Rechnungsprüfungsausschuss des britischen Parlaments wird in diesem Jahr die Finanzen des Königshauses untersuchen. Ein erster Bericht des National Audit Office enthüllte, dass die Töchter von Andrew Mountbatten-Windsor, Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie, die keine aktiven Mitglieder des Königshauses sind, im St. James’s Palace und im Kensington Palace wohnten. Die Miete wurde vom König aus seinem privaten Einkommen bezahlt.