Darum wäre das Comeback von Serena Williams fast gescheitert
Serena Williams zögert bis zum Schluss: Dopingregeln hätten ihre Wimbledon-Rückkehr als zweifache Mutter fast verhindert. Die Nummer eins der Tennis-Welt ist Aryna Sabalenka , die Titelverteidigerin ist Iga Swiatek. Doch der Star in Wimbledon ist Sport-Ikone Serena Williams . Erstmals seit vier Jahren tritt die US-Amerikanerin bei ihrem aufsehenerregenden Comeback wieder an. Doch ihr Comeback im Einzel wäre beinahe nicht zustande gekommen. Lange zögerte die 23-malige Grand-Slam-Turniersiegerin, ob sie die Wildcard für den Rasenklassiker annehmen solle. Serena Williams bei Comeback-Frage immer noch unsicher "Meine Entscheidung musste bis Montag stehen, und ich glaube, es war so etwas wie Sonntag. Bis dahin war ich mir also einfach nicht sicher", gab die 44-Jährige in London zu. "Ehrlich gesagt bin ich mir immer noch nicht sicher." Doch am Dienstag wird die siebenmalige Wimbledon-Siegerin mit dem Centre-Court-Auftritt am Abend auf der großen Bühne zurückkehren. In Maya Joint hat sie eine machbare Auslosung erwischt. Als die 20 Jahre alte Australierin geboren wurde, hatte Williams schon sieben Grand-Slam-Titel gewonnen. Sie werde wie früher auch nervös sein, sagte Williams, die auch für das Doppel mit ihrer Schwester Venus Williams eine Wildcard annahm. Was vier Jahre nach ihrem Abschied bei den US Open 2022 von ihr zu erwarten ist, ist ungewiss. "Insgesamt sind meine Erwartungen zum ersten Mal in meiner Karriere definitiv anders. Ich werde es genießen", sagte sie. Was Serena Williams an ihrem Comeback hasst Erste Gerüchte um ein bevorstehendes Comeback hatte es seit dem vergangenen Jahr, gegeben als Williams von der zuständigen International Tennis Integrity Agency (ITIA) in den internationalen Dopingkontrollpool aufgenommen worden war. Sechs Monate im Testpool waren Voraussetzung. "Das ist echt zermürbend", klagte sie. "Ich kannte einige der Regeln nicht, aber anscheinend gilt es immer noch als versäumt, wenn man einen Test außerhalb seines Zeitfensters verpasst. Das heißt, ich kann meine Kinder wohl nicht abholen gehen. Das ist unprofessionell, finde ich. Ich hasse es." Sie halte die Dopingkontrollen zwar für notwendig und es mache ihr nichts aus, die Regeln sollten aber anders sein. "Ich denke, es muss einen anderen Weg geben, das vernünftig zu gestalten", sagte die zweifache Mutter und Unternehmerin. "Das war ein wichtiger Grund, warum ich auch nicht zurückkommen wollte, weil es einfach so schwer ist. Mein Leben ist vollgepackt."