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Июнь
2026

Steuererklärung per App: Für wen sich der Service mit einem Klick lohnt

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Mit einem einzigen Klick können Steuerpflichtige ab 1. Juli ihre Steuererklärung abgeben. Doch nicht für jeden lohnt sich der neue Service schon jetzt. Ab 1. Juli können Steuererklärungen per Smartphone mit deutlich weniger Aufwand abgegeben werden. Als Erste kommen nach Angaben des bayerischen Finanzministeriums ledige, kinderlose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Bezieherinnen und Bezieher von Alterseinkünften in den Genuss der Steuererklärung mit "einem Klick" . Bayern hatte die neue Funktion im Auftrag von Bund und Ländern entwickelt und programmiert, sie steht wie die bekannte Elster-Anwendung für generelle Steuererklärungen in allen Bundesländern zur Verfügung. Von der neuen Elster-App-Funktion könnten gleich zu Beginn rund 11,5 Millionen Steuerpflichtige profitieren. Reformvorschlag: Die Steuererklärung könnte bald Geschichte sein Schnelle Umsetzung für weitere Nutzergruppen "Wir bringen die Steuererklärung dorthin, wo die Menschen sie erledigen wollen: Unkompliziert, schnell, sicher und vollständig digital über die 'MeinElster+'-App. Unser Elster-Angebot wollen wir auch weiterhin optimieren und ausbauen", sagte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU). "Neue Services und weitere Nutzergruppen sind schon in Planung und werden so schnell wie möglich umgesetzt." Lob aus NRW, Baden-Württemberg und Niedersachsen Für Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) spart die neue Möglichkeit "Zeit, Nerven und unnötige Bürokratie. So wird im Alltag ganz konkret spürbar, was ein moderner Staat leisten kann: Er denkt mit und macht es den Menschen einfach." NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) sieht die Steuererklärung für viele Menschen damit "so einfach wie nie zuvor". "Mit diesem Angebot bringen wir die Steuererklärung dorthin, wo die Menschen heute ohnehin schon vieles erledigen: auf das eigene Smartphone", sagt Niedersachsens Finanzminister Gerald Heere (Grüne). Wer mit den bereits automatisch bereitgestellten Daten einverstanden sei, könne seine Steuererklärung künftig innerhalb weniger Minuten per App absenden. Was die Ein-Klick-Steuererklärung nicht kann Hier liegt jedoch gleichzeitig auch noch der Schwachpunkt des neuen Angebots. Denn die Finanzverwaltung berücksichtigt nur gesetzliche Pauschalen sowie Daten, die ihr bereits vorliegen – das sind etwa Lohndaten, Rentenbezüge oder auch Sozialversicherungsbeiträge. Individuelle Aufwendungen bleiben somit unberücksichtigt. Das betrifft: Werbungskosten (etwa Arbeitsmittel, Pendlerpauschale) Spenden Außergewöhnliche Belastungen (Krankheitskosten, Kosten für den behindertengerechten Umbau des Hauses oder Autos, Kosten für eventuelle Beerdigungen) Handwerkerrechnungen Haushaltsnahe Dienstleistungen Zudem könnten komplexere Sachverhalte in einem solch vereinfachten Verfahren nicht abgebildet werden, betont Jörg Strötzel, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Lohnsteuerhilfe. "Für eine gerechte Besteuerung ist es entscheidend, dass persönliche Lebensumstände und sämtliche absetzbaren Ausgaben berücksichtigt werden." Die Finanzverwaltung will ihren Service jedoch kontinuierlich ausbauen. Zukünftig sollen dann auch andere steuerlich absetzbare Ausgaben, wie etwa Spendenbescheinungen, automatisch ins System einfließen. Es könnte sich folglich insbesondere für diejenigen mit komplexeren Sachverhalten lohnen, mit dem neuen Service noch etwas zu warten.



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