Von 2001 bis 2013 war er ein festes Gesicht im Sat.1-Programm. Bald sitzt Alexander Hold wieder hinter dem Richterpult. 2.038 Folgen lang verhandelte Richter Alexander Hold in der nach ihm benannten Sat.1-Sendung fiktive Fälle. Die Folgen waren stets am Nachmittag zu sehen. 2013 endete das Format. Nun hat Sat.1 die Rückkehr der Gerichtsshow "Richter Alexander Hold" bekannt gegeben. Die Ankündigung fiel am Donnerstag beim Screenforce Festival in Düsseldorf , wo Sender ihre Programmpläne einem Fachpublikum vorstellen. Das überrascht insofern, als der Jurist nach dem Ende seiner Sendung eine Politikkarriere eingeschlagen hat. Der echte Richter ist Abgeordneter der Freien Wähler und Vizepräsident des Bayerischen Landtags. "Es muss sich niemand Sorgen machen, dass ich irgendwie auch nur eine Landtagssitzung oder einen anderen politischen Termin verpassen werde, weil ich tatsächlich nur in meiner Freizeit, in den Ferien, drehen werde", sagte Hold zu seinem TV-Comeback der Deutschen Presse-Agentur. Die Neuauflage wird von der Firma Filmpool Entertainment produziert. Er habe die feste Zusage und auch die Gewissheit, dass der Sender und die Produktionsfirma alles dafür täten, dass der TV-Job keine Einschränkung für sein übriges Leben bedeute. "Das größte Thema ist tatsächlich, das mit meiner Familie unter einen Hut zu bekommen, aber alle anderen Aufgaben werden darunter sicherlich nicht leiden", so Hold. "Ein stiller Killer": TV-Richter Alexander Hold spricht über Krebsdiagnose Sat.1 habe die letzten Jahre intensiv versucht, ihn wiederzugewinnen, nachdem die alten Folgen mit zunehmendem Erfolg im Programm gelaufen seien, sagte Hold. Inzwischen liefen die alten Folgen fünf Stunden am Tag, teilweise sogar als Marktführer. Da liege es natürlich nahe, an neue Folgen zu denken. "Natürlich bildet so ein Format den Justizalltag nicht eins zu eins ab, aber dass die Sendung mit über 2.000 Folgen und nach 25 Jahren immer noch erfolgreich ist, das zeigt, dass das Format eine gewisse innere Stärke hat", so Hold. Hold verteilt Spitze gegen Söder Er habe immer wieder festgestellt, dass es mit einer solchen Sendung auf unterhaltsame Weise möglich sei, den Menschen Justiz, das Streben nach Wahrheit und vor allem nach Gerechtigkeit nahezubringen, sagte Hold. "Natürlich hat mir das immer Freude gemacht, und wenn es eben vereinbar ist mit dem, was ich sonst so mache, dann drehe ich gerne wieder ein bisschen nebenbei", so Hold. In Anspielung auf Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bemerkte Hold außerdem: "Wenn ein Ministerpräsident bei 'Dahoam is Dahoam' mitspielt oder einen Film mit Hape Kerkeling dreht, ich glaube, dann kann Alexander Hold auch gerne wieder nebenbei in den Ferien das machen, was er lange gemacht hat. Und wofür ich, da ich aus der Justiz komme, auch prädestiniert bin."