Formel 1 in Silverstone: Leclerc und Hamilton sichern Ferrari Podium
Mercedes ist in dieser Formel-1-Saison die Übermacht. Obwohl Kimi Antonelli am Start in Silverstone von beiden Ferraris überholt wird, hat er am Ende des Rennens mit frischen Reifen die besten Karten – bis sein Auto Probleme verursacht. Charles Leclerc hat den Großen Preis von Silverstone gewonnen. Der Monegasse überholte beim Start den von der Pole Position startenden Kimi Antonelli, lag lange in Führung und sicherte Ferrari den zweiten Sieg der Saison. Dabei hatte Kimi Antonelli durch eine starke Leistung auf der Strecke gerade gegen Rennende eine sehr gute Ausgangssituation. In Runde 42 war er nur wenige Sekunden hinter Leclerc mit den deutlich frischeren Reifen. Allerdings funkte er dann: "Irgendwas ist im Auto gebrochen." Danach fuhr er mehrfach an die Box, konnte sich immerhin noch als Neunter ins Ziel retten, aufgrund einer Fünf-Sekundenstrafe fiel er aber noch aus den Punkten. Formel 1 in England: Ein Jahr nach Red-Bull-Aus: Horner zurück im Fahrerlager Schläger fliegt ins Publikum: Deutsches Tennis-Talent in Wimbledon disqualifiziert Aufgrund eines Abflugs von Max Verstappen wenige Runden vor dem Rennende wurde das Rennen hinter dem Safety Car beendet. Neben Leclerc schaffte es Mercedes-Pilot George Russell auf den zweiten Platz. Lewis Hamilton wurde als zweiter Ferrari-Fahrer Dritter. So lief das Rennen Hollywood-Schauspieler Hugh Grant oder auch der Leadgitarrist der britischen Rockband Queen, Brian May , erlebten mal wieder einen verpatzten Start von Antonelli. Der italienische Teenager hatte sich nach seinem ersten Sieg im Sprint in Silverstone auch die Pole Position gesichert. Aber für Antonelli läuft es an der Spitze stehend einfach nur selten optimal. In Kurve eins war Leclerc im ersten Ferrari vorbei und auch Hamilton im zweiten Ferrari ließ den Mercedes-Fahrer hinter sich, wobei Hamilton später eine Zeitstrafe wegen Fehlstarts erhielt. Den ersten Ferrari schnappte sich Antonelli in Runde elf. In der legendären Hochgeschwindigkeitskurve Copse ließ er Hamilton hinter sich und nahm die Verfolgung auf Leclerc auf. Der Monegasse, der tags zuvor die Pole nur um 0,175 Sekunden verpasst hatte, baute seinen Vorsprung auf zwischenzeitlich vier Sekunden aus. Verstappen ging in die Offensive. Er ließ sich schon in der 18. von 52 Runden harte Reifen aufziehen. An die Spitze brachte ihn das Manöver aber nicht. Hamilton kam in der 24. Runde an die Box und saß gleich seine Zeitstrafe ab. Einen Umlauf später bekam auch Leclercs Ferrari die harten Mischungen verpasst. Antonelli blieb weiter draußen – ein Balance-Akt. Erst in Runde 36 zogen die Mechaniker harte Reifen am Mercedes des WM-Führenden auf. Aus 13 Sekunden Vorsprung auf Leclerc wurden sieben Sekunden Rückstand. Würde die Zeit für eine Aufholjagd mit frischen Gummis reichen? Formel 1 in Silverstone: Rennen endet hinter Safety Car Dann erlebten die 175.000 Zuschauer einen völlig wilden Schlussakt. Zunächst klagte Antonelli über Probleme an seinem Auto und verhandelte rundenlang mit seiner Box, ob er vorzeitig aufgeben sollte. Der Jungstar setzte sich durch und fuhr bis zum Schluss, kassierte aber noch eine Zeitstrafe wegen mehrfach unerlaubten Überfahrens des Streckenrands. Dann erwischte es auch Verstappen, der im Kiesbett strandete. Das Safety-Car kam auf die Strecke und bremste das Feld bis zur letzten Runde ein. Hamilton probierte einen Boxenstopp, um noch einmal Platz eins anzugreifen. Doch er kam hinter Russell als Dritter zurück auf die Piste – das dürften die Strategen so nicht gewollt haben.