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Rücktritt von Jens Spahn: Gibt es einen zweiten Leihmutter-Fall in der CDU?

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Jens Spahns Fall erschüttert die CDU. Doch schon ein anderer prominenter Parteipolitiker geriet wegen einer möglichen Leihmutterschaft in die Kritik. Der Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef hat in der CDU eine heftige Debatte über Leihmutterschaft und politische Glaubwürdigkeit ausgelöst. Dabei ist Spahn nicht der erste prominente CDU-Bundestagsabgeordnete, dessen Familiengründung mit einer möglichen Leihmutterschaft in den USA in Verbindung gebracht wird: Bereits im Frühjahr war der Fall des Virologen, CDU-Politikers und Drogenbeauftragen der Bundesregierung , Hendrik Streeck , öffentlich diskutiert worden. Streeck und sein Ehemann Paul Zubeil hatten im April bestätigt, Eltern eines Sohnes geworden zu sein. "Wir sind von Herzen überglücklich über die Geburt unseres Sohnes. Plötzlich ist da noch einmal ein ganz neuer Sinn in unserem Leben", sagte Streeck damals dem Magazin "Bunte". Das Kind wurde den Berichten zufolge im US-Bundesstaat Idaho geboren. Kanzler Merz zu Spahn: "Richtig und unvermeidlich" Kommentar zum Spahn-Rücktritt: Dieser Schritt war unumgänglich Streeck äußerte sich nicht zur Leihmutterschaft Anders als Spahn machte Streeck jedoch keine Angaben dazu, wie das Kind zur Welt gekommen war. Mehrere Medien berichteten, der Junge sei von einer Leihmutter ausgetragen worden. Eine Bestätigung Streecks oder seines Mannes dafür gibt es bislang nicht. Dennoch wurde Streeck damals scharf angegriffen. Kritiker warfen ihm vor, eine in Deutschland verbotene Möglichkeit im Ausland genutzt zu haben. Die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel sprach in einem Gastbeitrag von einem möglichen "Umgehen" deutscher Regeln. Spahn-Affäre: Jetzt werden in der Union zwei Szenarien diskutiert CDU hält an ihrem Nein fest Politisch berühren beide Fälle denselben Konflikt. Spahn war heftig in die Kritik geraten, weil er und sein Mann Daniel Funke Eltern mit Hilfe einer Leihmutter in den USA geworden waren. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, während sie in Teilen der USA unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist. Die CDU hatte erst Anfang 2026 auf einem Parteitag ihre ablehnende Haltung zu einer Legalisierung bekräftigt. Anders als Spahn hatte sich Streeck in der Öffentlichkeit nicht ablehnend zu Leihmutterschaft geäußert – generell sind von ihm keine öffentlichen Äußerungen zu dem Thema bekannt, auch nicht in der Causa Spahn. Im Fall Spahn führte der Widerspruch zwischen Parteiposition und privater Entscheidung schließlich zu massivem Druck aus den eigenen Reihen. Der CDU-Politiker trat am Samstag nach nur 14 Monaten als Vorsitzender der Unionsfraktion zurück. In den vergangenen Tagen sei ihm klar geworden, dass der Wunsch, mit seinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, "nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt". Der Spagat zwischen seiner "privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft" und der Erwartung an ihn als Fraktionsvorsitzenden sei "größer geworden, als ich es erwartet hätte", heißt es in seinem Rücktrittsschreiben. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezeichnete den Schritt als "richtig" und "unvermeidlich" und erklärte: "Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut." Streeck arbeitete zu Corona-Zeiten eng mit Spahn zusammen Hendrik Streeck ist seit 2017 Mitglied der CDU, seit 2025 sitzt er für die Partei im Bundestag. Seit Ende Mai vergangenen Jahres ist er Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen. In der Öffentlichkeit wurde er vor allem als Virologe und Berater der Bundesregierung in der Corona-Pandemie bekannt, hier arbeitete er auch eng mit dem damaligen Gesundheitsminister Spahn zusammen.



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