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Sparkassen starten S-Neo: Das steckt hinter dem neuen Angebot

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Mit S-Neo können Sparkassenkunden ETFs, Fonds und Aktien direkt über ihre Banking-App handeln. Das Angebot richtet sich an Millionen Nutzer, die bislang kein Wertpapierdepot haben. Die Sparkassen haben ein neues Angebot in ihre App integriert: Mit dem kostenlosen Service S-Neo können Kunden seit Dienstag Wertpapiere handeln, ohne ein separates Konto bei einem Neobroker zu eröffnen. Damit reagieren die Sparkassen auf die Konkurrenz durch Neobroker wie Scalable Capital und Trade Republic. Zum Start meldeten einzelne Kunden noch technische Probleme, wie das Finanzmagazin "Biallo" berichtet. Zudem bieten den Service nicht alle Sparkassen an – und auch bei den Kosten können die verschiedenen Institute selbst entscheiden, wie teuer es wird. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Ulrich Reuter, hatte im März die Latte hoch gelegt: Er glaube, "dass wir im Gesamtpaket besser sein werden als jeder heutige Neobroker". S-Neo: Voraussetzung ist ein Sparkassenkonto Das Depot lässt sich direkt in der App aktivieren, ein Filialbesuch ist nicht nötig. Käufe werden automatisch vom verknüpften Girokonto abgebucht, Verkaufserlöse fließen dorthin zurück. Auch Sparpläne auf ETFs und Fonds sind möglich. Die Depotführung ist kostenlos, einzelne Orders kosten mindestens 0,95 Euro – dasselbe gilt pro Ausführung bei Sparplänen. Voraussetzung ist ein Girokonto bei einer Sparkasse sowie ein aktiver Onlinebanking-Zugang mit einem Freigabeverfahren wie S-pushTAN. Nutzer müssen außerdem volljährig sein. Kann die Sparkasse noch mit Trade Republic & Co. mithalten? Laut dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband sollen bis Ende der Woche 90 Prozent der 338 Institute das Angebot freigeschaltet haben. Das Angebot richtet sich nach Eigenangaben der Sparkassen vor allem an die rund 20 Millionen Nutzer ihrer App, von denen etwa die Hälfte noch kein Wertpapierdepot besitzt. Insgesamt führen die Sparkassen rund 38 Millionen private Girokonten – auf vielen davon liegt Geld unverzinst. Dieses Kapital wollen die Institute mit S-Neo mobilisieren. Hintergrund ist der Erfolg der Neobroker. Anbieter wie Trade Republic oder Scalable Capital hatten in den vergangenen Jahren vor allem jüngere Anleger mit günstigen Konditionen angezogen und den Sparkassenkunden abgenommen. Mit S-Neo reagieren die Institute nun direkt darauf – ob das Angebot im Konditionenvergleich mithalten kann, hängt vom jeweiligen Nutzungsverhalten ab. Der Markterfolg von S-Neo dürfte aber auch davon abhängen, ob es den Sparkassen gelingt, attraktive Preismodelle aufzustellen, die halbwegs mit Trade Republic & Co. mithalten können. Für die Sparkassen spricht die hohe Zahl der bestehenden Kunden, die mit S-Neo gleich loslegen können, ohne eine zusätzliche App installieren oder ein neues Konto einrichten zu müssen.



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