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CSD-Anschlag in Berlin: Riccardo Simonetti warnt vor Entwicklung

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Der Anschlag auf den Berliner CSD schockiert viele – auch Riccardo Simonetti, der als Sprachrohr der queeren Szene geht. Er warnt nun vor einem noch größeren Schaden. Ein Tag der Feier wird für Riccardo Simonetti binnen weniger Stunden zum Tag des Schocks. Nachdem am Samstagabend ein Auto beim Christopher Street Day in Berlin in eine Menschenmenge gerast und dabei eine Frau ums Leben gekommen war , meldet sich der Moderator und Content Creator in einer Serie von Instagram-Posts zu Wort. Simonetti schreibt, er habe "gestern einen wunderschönen, friedlichen Tag beim CSD in Stuttgart" erlebt – ein Privileg, das tragischerweise nicht jedem Menschen möglich sei. Als er am Sonntagmorgen aufgewacht sei und die Nachrichten aus seinem Wohnort Berlin gelesen habe, habe er es kaum fassen können . Ihm sei sofort schlecht geworden, schreibt er weiter; er sei froh, den Menschen nahezustehen, soweit es ihnen den Umständen entsprechend gutgehe , aber entsetzt darüber, dass solche Nachrichten "kein Albtraum" seien, "sondern Realität, in der wir 2026 alle leben." 16 weitere Personen wurden bei dem Anschlag am Samstagabend verletzt, mehrere von ihnen schwer bis lebensgefährlich. Liveblog zum Anschlag auf den CSD in Berlin: Alle aktuellen Informationen Anschlag auf CSD: Was wir wissen und was nicht Anschlag auf CSD in Berlin: Simonetti spricht von einem "Alptraum" Der Berliner CSD gehört zu den größten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland, entsprechend hoch war laut Simonetti das Sicherheits- und Polizeiaufgebot vor Ort. Dass es trotzdem zu der Tat kommen konnte, zeige, wie leicht Hass Menschen noch immer zu "abscheulichen Taten" motivieren könne. Die Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor wurde gegen 22.15 Uhr abgebrochen. Ein Tag, der für viele ein Moment der Selbstbestimmtheit und Freiheit sei, sei so zum "absoluten Gegenteil" geworden, so Simonetti weiter- Am Sonntagmorgen fahndet die Polizei nach einem 21-jährigen Tatverdächtigen , den sie dem islamistischen Milieu zurechnet; der Mann ist flüchtig. Die Ermittlungen dauern an, ein Motiv ist bislang nicht bestätigt. Der Vorfall sei "das absolut Schlimmste, was beim CSD passieren kann", schreibt Simonetti. Für viele in der Community schwinge künftig mehr Angst mit – nicht nur vor dem CSD selbst, sondern auch davor, sich der Welt zu zeigen. Sollten sich Menschen künftig nicht mehr trauen, sie selbst zu sein, oder CSD-Demonstrationen weniger besucht werden, habe die Person, die den Van gefahren sei, mehr Schaden angerichtet, "als man am Anfang annehmen konnte." Riccardo Simonetti sieht große Gefahr für Community durch Queerfeindlichkeit Schon vor dem Vorfall am Samstagabend in Berlin sei klar gewesen, dass CSDs "immer noch unglaublich wichtig" seien, weil Queerfeindlichkeit nach wie vor ein gesamtgesellschaftliches Problem darstelle. Selbst wenn man sich in Deutschland sicher fühle, zeige der Blick auf andere Länder, auch in Europa, dass vermeintlich gesicherte Rechte wieder genommen werden könnten. Der Vorfall vom Samstagabend untermauere das nur und zeige, wie weit Menschen gehen könnten, so Simonetti. Zum Abschluss seiner Post-Reihe richtet sich Simonetti direkt an die Betroffenen : Es tue ihm "von Herzen unendlich leid" für alle, die körperlich wie mental von dem Vorfall betroffen seien. Es breche ihm das Herz, an diesen Punkt gekommen zu sein. Er hoffe, dass die Community es "als einmal mehr" schaffe, der Welt zu beweisen, dass Liebe stärker sei als Hass – auch wenn das in solchen Momenten extrem schwierig erscheine.



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