Auch NASA bezieht Stellung: Ex-Astronaut äußert sich zu kuriosem Gerücht über Sonnenfinsternis: "Wette mit jedem 100.000 Euro"
Ein ehemaliger Astronaut hat sich zu einem kuriosen Gerücht über die anstehende Sonnenfinsternis geäußert, das in den sozialen Medien kursiert. Setzt die Schwerkraft wirklich am Mittwochabend kurzzeitig aus?
In Deutschland kommt es am Mittwochabend zu einem seltenen Spektakel. Ab etwa 19.20 Uhr schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne, sodass kurz nach 20 Uhr bis zu 90 Prozent unseres riesigen, gelben Sterns verdeckt sein sollen. Die partielle Sonnenfinsternis wird bundesweit mit Spannung erwartet – und löst im Vorfeld offenbar eine kuriose Theorie aus.
So kursiert auf Social Media das Gerücht, dass während der Sonnenfinsternis ab etwa 20 Uhr für sieben Sekunden lang die Erdanziehung aussetzen soll. Ergo: Die Schwerkraft wäre weg. Gegenüber dem Radiosender Antenne Bayern hat sich jetzt der Raumfahrt-Experte und ehemalige Astronaut Prof. Dr. Ulrich Hans Walter zu dieser sonderbaren Behauptung geäußert.
NASA dementiert Social-Media-Gerücht
Gravitation setze nie aus, stellt der Ex-Astronaut klar und sagt: "Ich wette mal mit jedem 100.000 Euro, dass das nicht passiert. [...] Was allerdings passiert: Mond und Sonne stehen in einer Linie mit der Erde, und das führt dazu, dass die Gravitation weg von der Erde etwas zunimmt, aber nur auf der Sonnenseite. Sonst passiert nichts."
Auch die US-Raumfahrtbehörde NASA hat das Gerücht mittlerweile offiziell dementiert. Wissenschaftlich ist klar: Die Erdanziehung wird auch während einer Sonnenfinsternis nicht aussetzen.
Experten und Augenärzte warnen eindringlich davor, das Spektakel mit bloßem Auge zu verfolgen. Nur spezielle Brillen bieten sicheren Schutz vor bleibenden Augenschäden. Selbst beim Versuch, die Sonnenfinsternis mit dem Handy zu fotografieren oder zu filmen, kann die Kamera Schaden nehmen. Die nächste totale Sonnenfinsternis über Deutschland wird erst im Jahr 2081 erwartet.
