Max Keplers Karriere in der MLB ist trotz einer 80-Spiele-Sperre noch nicht vorbei. Für seinen verhängnisvollen Doping-Test übernimmt er die Verantwortung - und verweist auf eine mögliche Erklärung. Der lange wegen Dopings gesperrte deutsche Baseball-Profi Max Kepler hat die Vermutung geäußert, dass kontaminiertes Fleisch sein positives Testergebnis verursacht haben könnte. Der 33 Jahre alte Berliner war infolge des Tests von der Major League Baseball für 80 Partien gesperrt worden und darf erst seit Ende Juni wieder als Profi auflaufen. "Das Mittel war in meiner Probe. Ich habe keine Ahnung, wie es da reingekommen ist, aber ich bin dafür verantwortlich", sagte Kepler in einem Interview bei Sport1. Er war positiv auf Epitrenbolon getestet und daraufhin im Januar gesperrt worden. Epitrenbolon ist ein anaboles Steroid, das unter anderem in Produkten enthalten ist, die in Bodybuilding-Geschäften verkauft werden. Es dient zudem der Wachstumsförderung von Zuchtrindern. Kepler: "Wir haben die Quelle nicht gefunden" "Unsere Theorie, also mit meinen Anwälten, mit denen ich die Sache angegangen bin, war kontaminiertes, rotes Fleisch. Denn es hatte in der Vergangenheit schon Fälle gegeben, die auch gewonnen wurden. Da wurde in Restaurants eine Fleischquelle gefunden, die von Athleten gegessen wurde und die Steroide enthielt", sagte Kepler. "Dies konnte vor Gericht bewiesen werden. In meinem Fall haben wir leider nicht die Quelle gefunden." Kepler steht derzeit bei den Arizona Diamondbacks unter Vertrag. Statt zehn Millionen US-Dollar für eine Saison, wie zuvor bei den Philadelphia Phillies, bekommt er dort nur das Mindestgehalt von 780.000 US-Dollar. "Was wir hier verdienen, ist eine große Summe, egal, ob es das Mindestgehalt ist oder ob es zehn Millionen Dollar sind. Ich weiß, wo ich hergekommen bin. Und dort sind diese Summen viel mehr, als ich mir jemals vorstellen konnte", sagte Kepler.