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Neue Sperrungen: Bahn baut im Herbst auf Hauptstrecke im Ruhrgebiet

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Im Ballungsraum Ruhrgebiet erneuert die Bahn Oberleitungen, Weichen und Brücken. Tausende Pendler und der Fernverkehr sind betroffen – letzterer vor allem in Duisburg und Oberhausen.

Die Bahn plant im Herbst zwischen dem 4. September und dem 30. Oktober erneut zwei größere Sperrungen wegen Bauarbeiten - diesmal auf ihrer Hauptstrecke durch das Ruhrgebiet. Oberleitungen, Weichen und Brücken würden zwischen Duisburg, Essen, Oberhausen und Düsseldorf erneuert. 

Es gibt Umleitungen, Ausfälle und Schienenersatzverkehr, wie die Bahn mitteilte. Betroffen sind unter anderem Tausende Pendler, weil zahlreiche Regionalzüge umgeleitet werden und Haltepunkte oder Verbindungen komplett ausfallen. Besonders stark trifft es Duisburg und Oberhausen: Dort halten nach den Planungen der Bahn während der Bauarbeiten bis auf wenige Ausnahmen nachts oder in Randzeiten gar keine Fernverkehrszüge mehr. 

Start am 4. September 

Die erste Bauphase beginnt am 4. September bis zum 9. Oktober unter anderem mit der Erneuerung der Oberleitungsanlage in Mülheim, bei der laut Bahn zwölf Kilometer neuer Fahrdraht montiert werden. Hinzu kommen Weichenarbeiten. 

Betroffen sind unter anderem die Linien RE 1, 2, 3, 6, 11, 42, 44 und 49 sowie Regionalbahnen und zwei S-Bahnlinien (S1 und S3). Die Bahn richtet Schnellbusverbindungen zwischen Duisburg sowie Oberhausen und Essen ein. Im Fernverkehr gibt es deutliche Einschränkungen nicht nur bei den Haltepunkten, sondern etwa auch bei der Anbindung nach Berlin. 

Zweite Sperrungsphase ab 9. Oktober 

Die zweite Sperrungsphase vom 9. bis zum 30. Oktober ist laut Bahn eine Folge der Bauarbeiten der Autobahngesellschaft am Autobahnkreuz Duisburg Kaiserberg, für die die Bahngleise an der Autobahn erneut gesperrt werden müssen. Die Bahn nutze die Zeit für Brückenarbeiten in Duisburg und Mülheim und weitere Arbeiten am modernisierten Duisburger Hauptbahnhof. Außerdem würden neue Schallschutzwände zwischen Mülheim und Essen-West vorbereitet. 

Betroffen sind laut Bahn erneut zahlreiche Regionallinien und die S 1. Schnellbusverbindungen sollen die Fahrgäste unter anderem zwischen Duisburg und Essen mit Halt in Mülheim/Ruhr und zwischen Oberhausen sowie Mülheim und Duisburg ans Ziel bringen. 

Personal informiert an Bahnhöfen 

Einschränkungen gibt es in dieser Phase ebenfalls auch im Fernverkehr unter anderem nach Berlin. Köln und Düsseldorf blieben aber mindestens zweistündlich an die Bundeshauptstadt angeschlossen, hieß es. Details zu Umleitungen und Ersatzverkehr veröffentlicht die Bahn unter anderem über Aushänge an den Bahnsteigen und ihre Auskunftsmedien wie den DB Navigator und ihr Portal Zuginfo.nrw. Außerdem gebe es in den ersten Tagen zusätzliches Personal für Auskünfte an den Bahnhöfen in Essen, Mülheim, Oberhausen und Duisburg. 

Weiter großer Nachholbedarf 

Die Bahn hat im einwohnerstärksten Bundesland NRW weiterhin enormen Nachholbedarf an ihren Schienenverbindungen. „Aktuell ist die Infrastruktur zu alt, zu voll und zu störanfällig, das gilt insbesondere auch für Nordrhein-Westfalen“, hatte der NRW-Generalbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Jens Gräfer, kürzlich im Verkehrsausschuss des Landtages gesagt.




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