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DFB-Pokal: Gersbecks Elferparaden als Herthas Glücksmoment

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Der Saisonstart ist für Hertha BSC mit dem Weiterkommen im Pokal maximal geglückt. Zum Matchwinner wird beim Elferkrimi Marius Gersbeck. Der Torwart taugt zur neuen Identifikationsfigur.

Marius Gersbeck wurde etwas unruhig am TV-Mikrofon. Schließlich verlangten die Hertha-Fans, darunter sicher einige Kumpels des 31-Jährigen, nach ihrem Elfmeter-Helden. Er würde „jetzt auch gerne mitfeiern, wenn es okay ist“, bat der Torwart und Matchwinner im Interview bei Sky und war dann nicht mehr aufzuhalten.

Zwei Strafstöße parierte der Keeper des Berliner Fußball-Zweitligisten zum 4:2 im Elfmeterschießen beim früheren DFB-Pokalschreck 1. FC Saarbrücken und sicherte seinem Team den Einzug in die zweite Runde. 

„So wie es im Pokal halt ist, wenn du am Ende gewinnst, bist du überglücklich, egal wie. Ich glaube, wir hatten es zwar die ganze Zeit verdient, aber haben das Tor nicht gemacht. Ein ekliges Tor bekommen, und deswegen bin ich froh, dass wir jetzt durch das Elfmeterschießen weitergekommen sind“, erklärte der Schlussmann.

Seguins Traumtor reicht noch nicht

Es war am Ende ein unnötig mühsamer Sieg der Hertha. Den schönen Berliner Führungstreffer durch Paul Seguin (69. Minute) glich der Drittligist durch einen ähnlich wuchtigen Schuss von Philip Fahrner (90.+2) in der Nachspielzeit aus. Dabei sah der spätere Held Gersbeck etwas unglücklich aus. Doch das war ungefähr eine Dreiviertelstunde später egal. 

Auch wenn es die Verlängerung und das Elfmeterschießen für den Sieg brauchte, war es eine gute Leistung der Hertha. „Wir waren sehr konzentriert, wir waren griffig in den Zweikämpfen. Wir waren intensiv und haben, glaube ich, das Spiel auch dominiert mit Torchancen“, lobte Trainer Stefan Leitl. Nur beim Nutzen der Gelegenheiten zeigten sich die Berliner extrem nachlässig.

Ein Aus in Saarbrücken hätte in dem für die Hertha so besonderen Wettbewerb einen ziemlichen Stimmungsdämpfer bedeutet. Die Hoffnung auf das erste Heimfinale im Olympiastadion für das Profiteam des Clubs trägt die Berliner oft in die Saison hinein. Im August sollte der Traum nicht schon beendet sein. 

Der radikale Umbruch mit dem Verkauf von mehreren Leistungsträgern ging bislang gut. Zwei Siege zum Ligaauftakt, jetzt weiter im Pokal. Da kann Leitl ein bisschen aufatmen. Er hat eine große Aufgabe zu orchestrieren. 

Nächste Aufgabe kommt schnell

„Ich finde, dass die Jungs bisher einen fantastischen Job machen. Nicht nur, dass wir intensiv spielen, sondern auch fußballerisch, wie wir auftreten, dass wir mutig sind, wir sind dominant. Da gilt es jetzt immer wieder ein paar Prozent draufzupacken, um gut durch die Saison zu kommen“, sagte der Trainer. Die nächste Aufgabe folgt schon am Freitag in der Liga bei Eintracht Braunschweig.

Gersbeck ist eine der neuen Säulen. Vor seiner Zeit im Hertha-Trikot war er bekanntlich leidenschaftlicher Fan. Freunde stehen im Block. Und jetzt könnte er nach dem Abgang von Tjark Ernst zu Feyenoord Rotterdam zu einem Gesicht des Umbaus werden. 

„Es freut mich natürlich persönlich sehr für ihn. Ihr wisst ja, er ist leidenschaftlicher Herthaner und von daher ist es natürlich einfach schön zu sehen und ich wünsche mir, dass er gesund bleibt, dass er fit bleibt und vor allen Dingen, dass er die Mannschaft weiterhin mit dieser Leistung unterstützt“, sagte Leitl.




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